16.09.2016: Effektive Betreuung demenzerkrankter Menschen und deren Angehörige

Schulterschluss beim Thema „Demenz“: Klinikum und Oberbergischer Kreis bieten optimale Vernetzung für Patienten und Angehörige

Oberbergischer Kreis. In Deutschland leben geschätzt 1,6 Millionen Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, mindestens  zwei Drittel davon haben schätzungsweise die Alzheimerkrankheit. In Nordrhein-Westfalen gibt es rund 300.000 Demenzerkrankungen. Für den Oberbergischen Kreis heißt das: Von  etwa 4800 Demenzerkrankten sind rund 4000 Alzheimerpatienten. Alarmierende Zahlen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, die es notwendig machen, die Strukturen für Patienten und deren Angehörige zu optimieren.

Um die Information und letztlich auch die Versorgung dementer Menschen im Oberbergischen Kreis effektiver zu koordinieren, gibt es nun das Projekt „Gerontopsychiatrische Beratung als Teil eines gerontopsychiatrischen Zentrums“ (GPZ), bewilligt durch Fördermittel des Landschaftsverbandes Rheinland. Das Klinikum Oberberg wird die gerontopsychiatrische Beratungsstelle für die Bevölkerung des Oberbergischen Kreises ausbauen und die Zusammenarbeit mit pflegenden Angehörigen intensivieren. Partner dieser Initiative ist der Oberbergische Kreis, insbesondere das Amt für soziale Angelegenheiten sowie das Gesundheitsamt. Ziel ist es, verbesserte Strukturen und eine effektivere Vernetzung für Betroffene anzubieten.

Um die Abläufe des GPZ zu koordinieren, hat sich nun eine Arbeitsgruppe „Gerontopsychiartrisches Zentrum“ (GPZ) gegründet, die sich aus Vertretern des Klinikums Oberberg sowie des Oberbergischen Kreises zusammensetzt: Klinikum Geschäftsführer Sascha Klein, Assistent der Geschäftsführung Henrik Wargenau, PD Dr. Jens Benninghoff, Klinikdirektor und Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie, Diplom Psychologin Nadine Fischer als Koordinatorin des Projektes, Karl Dieter Müller vom Amt für soziale Angelegenheiten des Oberbergischen Kreises (OBK), Hubertus Vierschilling vom Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises sowie Petra Hein von der Pflege- und Seniorenberatung des Oberbergischen Kreises.

Erste Ziele der AG sind die Erstellung eines Demenzwegweisers, der zeitnah auf den Weg gebracht werden soll, in dem sämtliche Informationen gebündelt abzurufen sein werden.



Letzte Änderung: 16. September 2016