Der Kreis

Talsperren, Wanderwege, Schloss Homburg und natürlich der VfL Gummersbach – meist sind es Assoziationen wie diese, die gerade Menschen von außerhalb mit dem Oberbergischen verbinden. Doch der Kreis kann auch in vielen anderen Bereichen punkten. Etwa als Wirtschaftsstandort hat er viel zu bieten. Zahlreiche Bildungseinrichtungen schaffen hier die Basis, um später auf der Karriereleiter zu klettern. Und im Oberbergischen gibt es vielfältige engagierte Vereine und Institutionen, in denen Menschen sich ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen – sei es sportlich, gesellschaftlich oder kulturell.

Die Aggertalsperre ist eine von 13 Talsperren im OberbergischenZum hohen Wohlfühlfaktor trägt auch die oberbergische Natur bei und sorgt für prächtige Bilder: Das Land steigt sanft an, fällt sacht wieder ab, nimmt Wälder und Wiesen huckepack. Eine Quelle hat sich eingegraben, schickt einen Bach ins Tal hinunter, der in einen Fluss mündet und eine Talsperre speist – schön wie in der Bierwerbung. Talsperren gibt es insgesamt 13 im Oberbergischen Kreis, so viele wie in keinem anderen Landkreis in Nordrhein-Westfalen. Zwei davon dienen der Trinkwasserversorgung, die übrigen sind beliebte Freizeitziele, malerisch eingebettet in die bucklige Landschaft.

 

Bergisches Fachwerkhaus mit Garten in Reichshof-Freckhausen

Doch nicht nur die Talsperren sind bei Oberbergern und Touristen populär. Hunderte Kilometer gekennzeichnete Rad- und Wanderwege in der Naturarena Bergisches Land führen vorbei an grünen Wäldern, weiten Wiesen und in idyllische Dörfer mit den typischen Fachwerk- und Schieferhäusern.

Ob Rom, Straßburg, Ente, Seidenfaden, Kaffekanne oder Apfelbaum – über 1400 Dörfer und Weiler gibt es in den 13 Kommunen des Kreisgebietes. Es erstreckt sich auf 918 Quadratkilometern, seit der kommunalen Neuordnung im Jahr 1975, von Radevormwald im Norden bis Morsbach im Süden (Nord-Süd-Ausdehnung: 53 Kilometer) und von Lindlar im Westen bis Reichshof im Osten (West-Ost-Ausdehnung: 38 Kilometer).

 

Ein barockes Juwel ist Wahrzeichen der Region

Das neue Schloss Homburg bei der Wiedereröffnung im Jahr 2014

Dort gibt es viel zu erleben und einiges zu sehen. Das Oberbergische bietet neben Talsperren, Rad- und Wanderwegen sowie malerischer Landschaft auch ein kleines Wintersportgebiet mit Skilift am Blockhaus in Reichshof-Eckenhagen.

Kulinarisch ist die Region nicht nur für deftige Gerichte bekannt. Der Genuss der typischen „Bergischen Kaffeetafel“ ist ebenfalls zu empfehlen. Darüber hinaus bietet der Kreis auch ein vielfältiges kulturelles Angebot.

 

 Nachts erstrahlte Oberbergs Wahrzeichen zurWiedereröffnung in prächtigen Farben

Allen voran das Wahrzeichen der Region, Schloss Homburg in Nümbrecht, mit dem kulturhistorischen Museum in Trägerschaft des Oberbergischen Kreises. Majestätisch thront es über dem Homburger Ländchen. Das barocke Juwel ist ein beliebtes Ausflugs- und Tagungsziel und ein geschichtsträchtiger Ort zugleich.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Schloss im Jahr 1276, seine Ursprünge liegen vermutlich noch weiter zurück. Heute ist Schloss Homburg ein idealer Ort für „Kultur im Dialog“. Hier vereinen sich seit dem jüngsten Umbau in 2014 Tradition und Moderne. Das Schloss samt Museum und dem neuen Forum bildet einen vorzüglichen Rahmen für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Filmvorführungen, aber auch zum Heiraten, Feiern oder Tagen. 

Haus Dahl in Marienheide ist das älteste noch erhaltene Bauernhaus der Region, das 1586 erbaut wurde

 

 Als Außenstelle des Museums auf Schloss Homburg betreibt der Kreis das älteste erhaltene Bauernhaus der Region, das 1586 erbaute „Haus Dahl“ in der Gemeinde Marienheide. Seit 1963 im Besitz des Kreises, ist das Haus mit einer aufwändigen Restauration in seinen ursprünglichen Zustand versetzt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

 

 

 

Tourismus: Gute Anbindung, viele Sehenswürdigkeiten und Fremdenbetten

Zwei weitere attraktive Ausflugsziele hält der Landschaftsverband Rheinland bereit: das Bergische Freilichtmuseum Lindlar für Ökologie und bäuerlich-handwerkliche Kultur sowie das Rheinische Industriemuseum mit seiner Außenstelle in der ehemaligen Baumwollspinnerei Ermen & Engels in Engelskirchen. Ein weiterer imposanter Kompetenz-, Lern- und Innovationsort, und zwar für Stoffumwandlung sowie Umwelttechnologie- und -techniken, ist mit „:metabolon“ als Neuausrichtung des bisherigen Entsorgungszentrums Leppe entstanden.

Der Burgkreisel kennzeichnet den Weg zur historischen Altstadt in BergneustadtGeschichtlich Interessierte finden darüber hinaus weitere Schlösser in Hückeswagen und Gimborn sowie eine Vielzahl an Bodendenkmälern, Burgruinen, kleinen Dorfkirchen mit aufwändigen Wandmalereien – die sogenannten „bonten Kerken“ – und einige historische Altstädte mit Fachwerkhäusern und Kopfsteinpflaster wie in Bergneustadt oder Wipperfürth. Damit auch Touristen von außerhalb das Oberbergische mit all seinen Vorzügen erleben können, gibt es im Kreisgebiet eine hohe Zahl an Fremdenbetten und Gästeübernachtungen – es ist ein Kapital, mit dem die Region wuchern kann, aber auch ein Bereich, dessen Potenzial künftig noch mehr ausgeschöpft werden soll.

 

Diese Karte zeigt den Oberbergischen Kreis in der Region Köln/Bonn.Wer das Oberbergische doch einmal verlassen oder im Kurzurlaub Ausflugsziele in den Nachbarkreisen ansteuern möchte, profitiert von einer guten Verkehrsanbindung. Auf der A 4 gelangt man sowohl in Richtung Westen nach Köln und Bonn sowie im Osten ins benachbarte Sieger- und Sauerland, die A 45 führt sowohl ins Ruhrgebiet als auch in Richtung Frankfurt. Die Kommunen im Kreisnorden orientieren sich hingegen eher zum bergischen Städtedreieck Remscheid, Wuppertal und Solingen. Wer auf das Auto verzichten möchte, kann den öffentlichen Nahverkehr mit den vielen Buslinien der Oberbergischen Verkehrsgesellschaft mbH (OVAG) oder die Regionalbahn 25 nutzen, die regelmäßig auf der Strecke zwischen Köln über Marienheide nach Meinerzhagen verkehrt und bald auch bis nach Lüdenscheid-Brügge fahren soll.

 

Der Wirtschaftsstandort Oberberg hat viel zu bieten

Diese guten Anbindungen sind neben den Einheimischen und Touristen auch für die zahlreichen Unternehmen in Oberberg wertvoll. Denn der Oberbergische Kreis verfügt nicht nur über eine hohe Lebens- und Wohnqualität, sondern bringt auch als „Karrierestandort“ hervorragende Voraussetzungen mit. Hohe Lebensqualität, effektiver Mittelstand sowie eine Fachhochschule mit Ingenieur- und InformatikstudiDie Möglichkeiten einer Kunststoffspritzgussmaschine im Blick: Besonders die Kunststoff-, Automobilzulieferer- und Metallindustrie sind in Oberberg stark vertreten. (Foto: OBK)engängen kennzeichnen den Wirtschaftsstandort Oberberg und sind zudem starke Argumente für die Region. Unternehmen vieler Branchen und Größen mit teils internationaler Ausrichtung bieten gute berufliche Perspektiven. Besonders die Kunststoff-, Automobilzulieferer- und Metallindustrie sowie auch die Gesundheits- und Medizintechnik sind hier stark vertreten. Das Oberbergische gilt als „Kunststoffstandort Nummer 1“ in Nordrhein-Westfalen. Ausbildungen sind darüber hinaus in vielen verschiedenen Bereichen notwendig – ob in handwerklichen, kaufmännischen oder industriellen Berufen oder auch in der öffentlichen Verwaltung sowie im Gesundheitswesen und anderen Dienstleistungsbereichen.
 

Der Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln bietet Ingenieur- und InformatikstudiengängeImmer häufiger bietet sich die Option zu einem dualen Studium bzw. zur Fort- und Weiterbildung. Im Bereich des Sozial- und Gesundheitswesens hat sich in diesem Zusammenhang die Akademie für Gesundheitswirtschaft und Senioren zu einem Aushängeschild über die Kreisgrenzen hinaus entwickelt, zudem bietet die Volkshochschule Oberberg ein vielfältiges und flächendeckendes Angebot zur Aus- und Weiterbildung und ermöglicht lebensbegleitendes Lernen für alle Bevölkerungsgruppen. Und wer mit dem Gedanken spielt, ein Unternehmen neuzugründen, der erhält Unterstützung vom Gummersbacher Gründer- und TechnologieCentrum (GTC). Die Grundlagen für den beruflichen Erfolg und den Aufstieg auf der Karriereleiter können auf den zahlreichen verschiedenen Schulen in Oberberg gelegt werden – Schulformen von Gymnasium, Real- und Hauptschule über Gesamt- und Sekundarschule bis hin zu Berufskollegs und Förderschulen sind im Kreisgebiet vertreten.
 


Hohes gesellschaftliches Engagement, ehrgeizige Ziele

Buntes Treiben auf dem Spielplatz mitten in einem oberbergischen DorfMöglichkeiten zur Abwechslung, Entspannung und zu Aktivitäten von Schule und Beruf bieten die zahlreichen Vereine und Institutionen. Sportlich ist der ehemalige Handball-Rekordmeister VfL Gummersbach mit seiner neuen Heimspielstätte, der Schwalbe-Arena, das große Aushängeschild der Region. Daneben betreiben viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Oberberg gemeinsam Sport – ob Fußball, Basketball, Leichtathletik, Turnen, Tischtennis, Kampfsport oder Eishockey in der Eissporthalle in Wiehl. Oder sie engagieren sich in gesellschaftlichen oder kulturellen Einrichtungen und Vereinen. Dass sich Menschen in ihrer Freizeit ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen, ist in Oberberg gelebte Realität. Ehrenamtliches Engagement zu stärken, Menschen zu verbinden und zu vernetzen und letztlich auch für mehr Lebensqualität zu sorgen – diese Ziele verfolgt die Ehrenamtsinitiative Weitblick des Kreises.
 

Das Kreishaus der Kreisverwaltung steht in der Gummersbacher Moltkestraße. Hier hat der Großteil der vielen Kreis-Mitarbeitenden sein BüroDie Aufgaben der Kreisverwaltung mit ihren zahlreichen verschiedenen Ämtern von Bauamt und Gesundheitsamt über Jugendamt und Straßenverkehrsamt bis hin zum Umweltamt sind vielfältig. So engagieren sich die Mitarbeitenden des Kreises beispielsweise in den Bereichen Senioren- und Pflegeberatung, Bildungsnetzwerk, Jugendförderung, Suchthilfe, Demografieforum oder im Bündnis für Familie und im Netzwerk Depression.

 

Ehrgeizige Ziele haben auch die Politiker der unterschiedlichen Fraktionen im Kreistag: Die Folgen des demografischen Wandels zu meistern, ohne zu viel an Lebensqualität einzubüßen; die Schulentwicklung in Zeiten von Inklusion sowie sinkenden Schülerzahlen voranzutreiben; die Infrastruktur zu erhalten und zu verbessern; Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Mit dem Ziel: die Schönheit der Landschaft zu bewahren, ohne der Wirtschaft und dem Wohnungsbau große Hindernisse in den Weg zu stellen.

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Das Bergische Land (Video: Klaus Stange)


Letzte Änderung: 27. April 2017