Sozialer Wohnungsbau

Als sozialen Wohnungsbau bezeichnet man den staatlich geförderten Bau von Wohnungen, insbesondere für soziale Gruppen, die ihren Wohnungsbedarf nicht am freien Wohnungsmarkt decken können.

Neben den persönlichen Voraussetzungen, welche die Mieter in Deutschland mit dem Wohnberechtigungsschein nachweisen müssen, gibt es eine höchstzulässige Miete („Kostenmiete“), wie sie im deutschen Wohnungsbindungsgesetz (WoBindG) geregelt ist.

Wohnberechtigungsschein

Der Wohnberechtigungsschein, kurz WBS, ist eine amtliche Bescheinigung, mit deren Hilfe eine Mieterin oder ein Mieter nachweisen kann, dass er berechtigt ist, eine mit öffentlichen Mitteln geförderte Wohnung zu beziehen.

Bestimmte Kriterien müssen erfüllt sein, damit man einen Wohnberechtigungsschein erhält. Es dürfen z. B. bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Je nach Bundesland gibt es verschiedene Kriterien.

Mit der Erteilung des Wohnberechtigungsscheins wird sichergestellt, dass eine belegungsgebundene Wohnung nur den Wohnungssuchenden zugutekommt, für die sie mit Steuermitteln subventioniert wurde.

Für die Dauer ihres Mietverhältnisses bleiben die Mieterinnen und Mieter nutzungsberechtigt, auch wenn sich ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse verändern. Der WBS beinhaltet auch die Bereitstellung einer angemessene Wohnungsgröße unter Berücksichtigung von individuellen Bedürfnissen wie z. B. eine Behinderung.

Wohnberechtigungsscheine sind bei der jeweiligen Stadt- oder Gemeindeverwaltung des Wohnortes zu beantragen.

 

Einkommensgrenzen (netto)

Die Vergabe der Fördermittel ist an fest im § 13 des Gesetzes zur Förderung und Nutzung von Wohnraum (WFNG) definierte Einkommensgrenzen gebunden, die sich nach §§ 13 bis 15 WFNG bestimmen. Die Einkommensgrenze ist abhängig von der Zahl der zum Haushalt rechnenden Angehörigen. 

Einkommensgrenze für

1-Personen-Haushalt 19.350 €
2-Personen-Haushalt 23.310 €
Zuschlag für jede weitere zum Haushalt rechnende Person   5.360 €
Zuschlag für jedes zum Haushalt gehörende Kind im Sinne des
§ 32 Abs. 1 bis 5 Einkommenssteuergesetz
     700 €

 

Welche Unterlagen sollte ich mitbringen?
Antrag auf Wohnberechtigungsschein (allgemein oder gezielt) sowie die Einkommenserklärungen für alle Haushaltsangehörigen mit eigenem Einkommen und die dazugehörigen Nachweise (Lohnabrechnungen, Rentenbescheide, Bescheide über Arbeitslosengeld, Unterhalt oder Ähnliches).

Gebühren:
Es fallen Gebühren in Höhe von 10,00 € an.

Bescheinigung zum Bezug einer im II. Förderungsweg geförderten Wohnung (Bezugsgenehmigung)

Wenn Sie die für Sie gültige Einkommensgrenze überschreiten, bekommen Sie keinen allgemeinen oder gezielten Wohnberechtigungsschein und dürfen damit auch keine Sozialwohnung für die Einkommensgruppe A beziehen.

Allerdings gibt es auch Wohnungen, die für Haushalte mit höherem Einkommen gefördert wurden (Einkommensgruppe B).

Hier darf die Einkommensgrenze um bis zu 40 % in Einzelfällen bis zu 60 % überschritten werden. Die Miete dieser Wohnungen ist höher als bei Wohnungen für die Einkommensgruppe A.

Welche Unterlagen sollte ich mitbringen?

Gebühren:
Es fallen Gebühren in Höhe von 15,00 € an.

 

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