Lagepläne

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Unterschiedliche Anforderungen an Lagepläne

Die Vorgaben zu Form und Inhalt der Lagepläne sind bei den Städten und Gemeinden teilweise sehr unterschiedlich.

Ein Lageplan sollte in jedem Fall die Lage und die Tiefe, die Leitungsführung insbesondere unter der Bodenplatte, die Zugangsmöglichkeiten, das Material und die Nennweiten, die vorhandenen Anschlüsse der Entwässerungsgegenstände sowie Brunnen, Zisternen und Dränagen beinhalten.

Manchmal weicht die spätere bautechnische Umsetzung vom Ausführungsplan, welcher zur Genehmigung oder Bestandsanzeige eingereicht wird, ab. Wichtig ist, dass der Lageplan die tatsächlich realisierte Abwasseranlage so detailliert wie möglich wiedergibt und Um- oder Anbauten konsequent nachgetragen werden. Die Lage von Schächten und weiteren Zugangsmöglichkeiten, die Entwässerungsgegenstände, die Grundstücksgrenze, die Gebäudeaußenwand und die Abzweige und Bögen sollten als x,y,z-Koordinaten eingemessen und im Lageplan maßstabsgetreu dargestellt werden.

 

Checkliste Lagepläne

Diese Hinweise sollten Sie beachten:

  • Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde nach Vorgaben zu Form und Inhalt des Lageplans (Bestandsplans). Legen Sie beim Neubau Ihres Hauses und bei einer ggf. erforderlichen Sanierung vertraglich fest, dass ein Lageplan über die aktuelle, tatsächlich realisierte Anlage erstellt werden muss bzw. dass der bestehende Lageplan fortgeschrieben werden muss. Bestehen Sie weiterhin darauf, dass die entsprechenden Vorgaben Ihrer Gemeinde zu Form und Inhalt des Lageplans eingehalten werden müssen. Fotos und Videos sollten die zeichnerische Darstellung ergänzen.
  • Der Lageplan wird in der Regel als Aufsicht (zweidimensionale Abbildung von oben) angefertigt. Zusätzlich ist die Darstellung der privaten Abwasseranlage und ggf. der Anschlüsse von Brunnen und Zisternen als Aufriss (Profilzeichnung) hilfreich. Dargestellt werden sollte auch der Anschluss an die öffentliche Kanalisation.
  • Optimal ist ein Plan, in dem auch die aktuelle Lage anderer Leitungen, z. B. für Strom, Trinkwasser, Gas und Telefon maßstabsgetreu eingetragen ist. Diese Eintragungen sollten bei einer Änderung ebenfalls aktualisiert werden.
  • Scannen Sie den Lageplan zusätzlich ein und fertigen Sie eine Kopie des Plans in Papierform an. Bewahren Sie die Unterlagen an einem sicheren Ort auf.
  • Manche Gemeinde haben angefangen, eine Grundstücksdatenbank aufzubauen und das öffentliche und private Kanalnetz zusammenzuführen. Wenn es ein solches Vorhaben gibt, unterstützen Sie es bitte. Fragen Sie bei der Gemeinde nach, in welchem digitalen Format sie die Unterlagen von Ihnen benötigt und geben Sie Informationen über Änderungen und Umbauten Ihrer Abwasseranlage an Ihre Gemeinde weiter.

 



Letzte Änderung: 17. Juni 2010