Präventionsprojekt "Peer to Peer"

Ein Präventionsprojekt zur Infektionshygiene in Kindertagesstätten im Oberbergischen Kreis.

 

Das Projekt richtet sich vorrangig an vierjährige Kinder in den Kindertagesstätten. (Foto: OBK)

Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises initiert als erster Landkreis in Nordrhein-Westfalen ein innovatives Präventionsprojekt zur Infektionshygiene in Kindertagesstätten.

Ziel des Projekts ist es, die Resilienz der Kinder und der Einrichtungen gegenüber Keimen zu stärken und präventive Maßnahmen zur Infektionsvermeidung zu fördern.

Dabei werden verschiedene Maßnahmen und Aktivitäten umgesetzt, um die Hygienekompetenz der Kinder zu steigern und die Einrichtungen besser auf den Infektionsschutz vorzubereiten.
 

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Förderung:

 

Dank der Förderung durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) sowie der fachlichen Beratung durch das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG NRW) konnte dieses richtungsweisende Projekt ins Leben gerufen werden.

Der Förderzeitraum läuft vom 01.09.2023 bis zum 31.03.2025 .

 

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Zielgruppe:

 

Das farbige Licht zeigt, dass die Hände noch nicht sauber sind. (Foto: OBK)
Das UV-Licht zeigt, wo die Hände
noch nicht sauber sind. (Foto: OBK)

Das Projekt nimmt Kindertagesstätten in ausgewählten Sozialräumen von

  • Bergneustadt,
  • Gummersbach,
  • Radevormwald und
  • Waldbröl

in den Fokus.

Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt.

Einbezogen werden die Einrichtungen und die Kinder.

Im Mittelpunkt stehen die vierjährigen Kinder in den Kindertagesstätten.

 

 

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Die Peers:

 

Häufig finden diejenigen Personen, die von den Präventionsmaßnahmen profitieren sollen, keinen Zugang zu den Angeboten. Vor Beginn des Projekts wurden deshalb Vertrauenspersonen bzw. Multiplikatoren aus den Kindertagesstätten zum Thema Infektionsschutz geschult.

Diese "Peers" fungieren als Brückenpersonen zwischen Projektkoordinatoren, Einrichtungen und Familien. Sie vermitteln Gesundheitsinformationen glaubwürdig und zielgerichtet. Die mitwirkende Peers können Bedürfnisse auf Augenhöhe ermitteln, sodass die Gesundheitsangebote an die Nachfrage angepasst werden können.

 

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Monsterdiplom - Aktionstage in Kindertagesstätten:

 

Das Monsterdiplom nach erfolgreich absolviertem Parcour. (Foto: OBK)

Aktionstage in den ausgewählten Kindertagesstätten sind zentrale Veranstaltungen des Projekts. Sie fördern spielerisch und interaktiv Gesundheitskompetenzen bei den Kindern.

Dabei bewegen die Kinder sich von Station zu Station durch den eigens für die Aktionstage entwickelten Parcours und sammeln dabei Stempel.

  • Richtig Hände waschen.
  • Ausmalen eines Bildes.
  • Sprechen und Kommunikation.
  • Bewegung und Motorik.
  • Impfpass vorzeigen.
  • Untersuchungsheft vorzeigen.

Begleitet werden die Kinder von monsterhaften Maskottchen, die ihre eigenen Superkräfte gegen krankmachende Erreger haben.  

Am Ende wird das Engagement der Kinder mit der Verleihung eines „Monsterdiploms“ belohnt. Die Kinder erhalten zudem ihre eigene Info-Tasche mit Materialien und einem ärztlichen Empfehlungsschreiben für die Eltern sowie ein Pixie-Buch, einen Impfkalender und ein Ausmalbild.

 

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Einbindung der Kindertagesstätten:

 

Der  Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Gesundheitsamts begleitet das Projekt. (Foto: OBK)

Der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Gesundheitsamts begleitet das Projekt.

Neben den spielerischen Formaten für die Kinder gibt es auch individuelle ärztliche Beratungen und Informationsangebote für die Kindertagesstätten zu Themen wie Infektionserkrankungen, Impfprävention und Ausbruchsmanagement. 

Die KiTa können zudem auf Materialien der Initiative „Hygienetipps-Fuer-Kids.de“ des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit am Universitätsklinikum Bonn zurückgreifen.

 

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Projektziele:

 

Es wird erwartet, dass das Projekt durch die präventiven Maßnahmen langfristig zu einer Reduktion der Infektionszahlen in den Kindertagesstätten beiträgt. Darüber hinaus sind wichtige Ziele:
 

  • Vertrauensaufbau:
    Stärkung des Vertrauens vor Ort durch die Mitwirkung von „Peers“.
     
  • Selbstwirksamkeit:
    Förderung der Selbstwirksamkeit bei Familien und Kitas.
     
  • Gesundheitskompetenz: 
    Verbesserung der Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu suchen, zu verstehen und umzusetzen.
     
  • Kommunikationsstrukturen:
    Optimierung der Kommunikationswege zwischen Kitas und Projektkoordinatoren.
     
  • Unterstützung im Alltag:
    Hilfe für Kitas im täglichen Umgang mit Infektionskrankheiten.
     
  • Resilienzförderung:
    Entwicklung der Widerstandsfähigkeit in Kitas.
     

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Ihre Ansprechpartnerin im Gesundheitamt:

 

Frau Kübra Bidil
Projektkoordinatorin

Telefon: 02261 88-5393
Fax: 02261 88972-5393
E-Mail: kuebra.bidil@obk.de
 

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Monitoring:

 

Die anonymisierten Ergebnisse des Projekts werden nach Einverständnis der Eltern ausgewertet. Ab 2025 erfolgt ein umfassendes Monitoring durch die Schuleingangsuntersuchungen der dann 5-jährigen Vorschulkinder.

Die Erfahrungen der zurückliegenden Jahrzehnte zeigen, dass Veränderungen in der Prävention und im Infektionsschutz erst mit zeitlichem Verzug messbar werden und Ausdauer erfordern.
 

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Weitere Informationen:

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Präsentation zur Projektvorstellung.


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Letzte Änderung: 01. Juli 2024