07.07.2010: Oberbergischer Kreis etabliert sich als Bildungsregion

Nahezu 100 regionale Bildungsakteure sind am 30.06.2010 der Einladung von Landrat Hagen Jobi zur ersten Bildungskonferenz Oberberg ins Berufskolleg Oberberg in Gummersbach gefolgt.

Experten trafen sich zur ersten Bildungskonferenz im Oberbergischen Kreis

Logo Bildungsnetzwerk OberbergOberbergischer Kreis. Nahezu 100 regionale Bildungsakteure sind am 30.06.2010 der Einladung von Landrat Hagen Jobi zur ersten Bildungskonferenz Oberberg ins Berufskolleg Oberberg in Gummersbach gefolgt. Die jährliche Bildungskonferenz ist wichtiger Bestandteil für eine vernetzte Bildungsarbeit in Oberberg und soll ab sofort einmal jährlich stattfinden. Oberbergischer Kreis, die 13 Kommunen und das Land NRW hatten sich im letzten Sommer darauf verständigt, ein abgestimmtes Gesamtsystem von Schule, Bildung, Beratung und Erziehung aufzubauen und hierfür das Bildungsnetzwerk Oberberg gegründet.

Über bereits vorliegende Ergebnisse und Erkenntnisse der Netzwerkarbeit wurden die Vertreter aus Schulen, Kindertagesstätten, Wirtschaft Verwaltung, Politik, Kirche, Soziales, Kultur und Sport jetzt in der ersten Bildungskonferenz informiert.

„Der Auftakt ist geglückt. Unser Ziel mit den Bildungsexperten hier in Oberberg in einen konstruktiven und offenen Dialog darüber zu gelangen, wie wir gemeinsam die Bildungslandschaft hier in Oberberg weiterentwickeln und verbessern können, ist gelungen“, freut sich Landrat Hagen Jobi.

Erste Anregungen hierzu erhielten die Teilnehmer der Bildungskonferenz in einer moderierten Podiumsdiskussion „Bildung vor Ort - Was braucht Oberberg".

Diskutierten über die Zukunft der Bildung in Oberberg (v.l.): Landrat Hagen Jobi, Wolfgang Saupp, Schulleiter des BKO Dieringhausen, Michael Jaeger, Schulleiter Gesamtschule Derschlag, Gertrud Bergkemper-Marks, Abteilungsleitung Schule bei der Bezirksregierung Köln, Hartmut Steiner, Sprecher der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Oberberg, Michael Jüch, Wirtschaftsjunioren und Radio Berg-Moderator Bastian Wirths (Foto: OBK)
Diskutierten über die Zukunft der Bildung in Oberberg (v.l.):
Landrat Hagen Jobi, Wolfgang Saupp, Schulleiter des Berufskollegs Oberberg Dieringhausen, Michael Jaeger, Schulleiter Gesamtschule Derschlag, Gertrud Bergkemper-Marks, Abteilungsleitung Schule bei der Bezirksregierung Köln, Hartmut Steiner, Sprecher der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Oberberg, Michael Jüch, Wirtschaftsjunioren und Radio Berg-Moderator Bastian Wirths
(Foto: OBK)

Schwerpunktthemen sind „Frühkindliche Bildung“, MINT-Kompetenzen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) und „Übergang Schule / Beruf / Studium“

In Bildungsforen zu den bereits festgelegten Handlungsschwerpunkten des Bildungsnetzwerkes hatten die Gäste dann anschließend Gelegenheit ihre eigenen Gedanken und Anliegen aktiv in die Netzwerkarbeit einzubringen. Hiervon machten sie auch rege Gebrauch.

Im Bildungsforum "Frühkindliche Bildung" wurde intensiv über ein gemeinsames Bildungsverständnis und Chancengleichheit diskutiert. Die Experten betonen, dass bestehende Kooperationen zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen optimiert und weiter ausgebaut werden müssen und dies insbesondere im Bereich Sprachförderung.

"So früh wie möglich anfangen", darin sind sich Werner Barlog, stellvertretender Vorsitzender der Kunststoff Initiative Oberberg e.V. und Unternehmer, Kerstin Groß, Leiterin des Luise-Albertz-Kindergarten AWO Morsbach und Manfred Stern, Fachhochschule Köln Campus Gummersbach, einig, wenn es darum geht, bei Kindern Wissenschaft und Technik anfassbar und spannend zu machen. Neugierde und Begeisterung an Naturwissenschaft und Technik sollen früh entdeckt werden, damit die Energie der eingesetzten Mittel zur MINT-Förderung in der Sekundarstufe I nicht wirkungslos verpufft.

Rund 100 Fachleute nahmen an der ersten Bildungskonferenz im Oberbergischen Kreis teil. (Foto: OBK)
Rund 100 Fachleute nahmen an der ersten Bildungskonferenz im Oberbergischen Kreis teil.
(Foto: OBK)

Angeregt diskutiert wurde auch im Bildungsforum "Übergang Schule / Beruf / Studium". Vertreter aus Bildungsinstitutionen und der Wirtschaft fanden Konsens darüber, dass Eltern stärker mit ins Boot geholt werden müssen und ein intensiver Austausch zwischen den einzelnen Akteuren ermöglicht werden muss. Lehrerinnen und Lehrer sollten die Chance erhalten, Betriebe durch Praktika besser kennen zu lernen.

„Wir sind auf ein großes Interesse an unserer bisherigen Netzwerkarbeit gestoßen und haben für die Handlungsfelder eine ganze Reihe von neuen Anregungen und Impulsen erhalten“, fasst Anke Koester, die Leiterin des Bildungsbüros Oberberg die Ergebnisse aus den Bildungsforen zusammen. Besonders freut sie sich über die große Bereitschaft der Bildungsexperten sich auch weiterhin in die Netzwerkarbeit einzubringen.

Das Bildungsbüro wird die Ergebnisse der Bildungskonferenz jetzt sorgfältig dokumentieren und allen Interessierten mit Beginn des neuen Schuljahres zur Verfügung stellen. In Expertenrunden sollen dann gemeinsame Lösungen für den aufgezeigten Handlungsbedarf entwickelt werden.

 



Letzte Änderung: 07. Juli 2010