25.03.2019: WaldkiTa immer beliebter: Kreisjugendamt fördert Fachkräfte

Das Kreisjugendamt fördert Natur- und Waldgruppen in Kindertagesstätten mit der Qualifizierung von waldpädagogischen Fachkräften. 14-köpfige Gruppe schloss Fortbildung erfolgreich ab. Zweite Gruppe steht kurz vor dem Abschluss

Oberbergischer Kreis. Natur- und Waldgruppen sind eine Alternative zur konventionellen Kindertagesstätte. Die Zahl der Einrichtungen wächst seit Jahren. Auch im Oberbergischen Kreis erfreuen sich die Wald- bzw. NaturkiTas wachsender Beliebtheit. Zehn solcher Kindertagesstätten gibt es bereits im Zuständigkeitsgebiet des Kreisjugendamtes. Aktuell laufen die Planungen für sechs weitere Waldgruppen – dann sind in allen Kommunen Gruppen vertreten. Dieser Entwicklung begegnet das Kreisjugendamt und fördert die Qualifizierung von waldpädagogischen Fachkräften.

Das Kreisjugendamt plant und fördert die Betreuungsangebote der Kindertageseinrichtungen innerhalb seines Zuständigkeitsgebiets. Regelmäßig werden Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher angeboten. Kürzlich endete die erste berufsbegleitende Weiterbildung zur Naturerzieherin bzw. zum Naturerzieher. Sie wurde in Kooperation mit dem Jugend- und Bildungswerk e.V. als anerkanntem Weiterbildungsträger organisiert.

14 Fachkräfte schlossen die Fortbildung erfolgreich ab. Sie besuchten in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 100 Unterrichtseinheiten und absolvierten dabei einen Grund-, Aufbau- und Vertiefungskurs. Dazu gehörte auch die Vorstellung eines selbst konzipierten und durchgeführten Praxisprojekts in der eigenen KiTa.

„Mit der Qualifizierung des pädagogischen Personals tragen wir dazu bei, dass bei dem steigenden Bedarf in den Wald- und NaturkiTas die notwendige Qualität im Rahmen des Bildungsauftrages vorgehalten wird,“ erklärt Heinz Thelen, Leiter des Kreisjugendamts. Ein zweiter Kurs mit 16 Teilnehmenden endet Ende Juni. Anschließend haben KiTas aus allen neun Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Kreisjugendamtes an der Weiterbildung teilgenommen (Bergneustadt, Engelskirchen, Hückeswagen, Lindlar, Marienheide, Morsbach, Nümbrecht, Reichshof und Waldbröl).

Die Absolventinnen der Fortbildung im Kreise der Fortbildungs-Organisatoren.(Foto: OBK)
Die Absolventinnen der Fortbildung im Kreise der Fortbildungs-Organisatoren.(Foto: OBK)

Durchgeführt wurde die Fortbildung in der Biologischen Station Oberberg in Nümbrecht. Die umliegenden Naturschutz- und Waldgebiete boten realistische und übertragbare Bedingungen für die Nutzung des Landschaftsraumes im KiTa-Alltag. Vor Ort erhielten die ersten Absolventinnen ihre Zertifikate.

Der stellvertretende Landrat Prof. Dr. Friedrich Wilke gratulierte und lobte den pädagogischen Ansatz der Wald- und Naturgruppen: „Das Spielen im Wald ist für Kinder ein elementarer Bereich für Bildung und bietet das frühzeitige Erlernen von Verantwortung für diese Welt.“ Referent Dirk Nießing, inhaltlich verantwortlich für die Durchführung der Fortbildung, pflichtete bei: „Die ausgebildeten Natur-Erzieherinnen sind Anwälte für eine gute Kindheit. Durch ihre Arbeit mit den Kindern in der Natur bewahren sie ihnen den unverhandelbaren Kern der Kindheit.“

Mehr Informationen zu den Angeboten des Kreisjugendamts erhalten Sie unter www.obk.de/kreisjugendamt.

Die Kursteilnehmerinnen lassen den Referenten Dirk Nießing hochleben.(Foto: OBK)
Die Kursteilnehmerinnen lassen den Referenten Dirk Nießing hochleben.(Foto: OBK)
Der stellvertretende Landrat Prof. Dr. Friedrich Wilke gratuliert den Absolventinnen.(Foto: OBK)
Der stellvertretende Landrat Prof. Dr. Friedrich Wilke gratuliert den Absolventinnen.(Foto: OBK)


Letzte Änderung: 26. März 2019