01.04.2019: Voneinander lernen: Großes Interesse am ersten Oberbergischen Dorftag

Die Zukunft des eigenen Ortes und positive Veränderungen interessierten alle Altersklassen

Oberbergischer Kreis. "Das Engagement des Kreises in Sachen Dorfentwicklung geschieht im Grunde mit dem Ziel, den Oberbergischen Kreis als attraktiven Wohnstandort für alle Generationen zu festigen. Wer hier lebt, soll gerne hier leben und auch bleiben ... gerade die ländlich-dörfliche Struktur gehört zu den Stärken des Oberbergischen Kreises", sagt Landrat Jochen Hagt. Umso erfreulicher, dass sich ein großes interessiertes Publikum zum ersten Oberbergischen Dorftag in Wiehl-Oberwiehl eingefunden hat.  

Ein interessiertes Publikum hat am ersten Oberbergischen Dorftag teilgenommen. (Foto: OBK)
Ein interessiertes Publikum hat am ersten Oberbergischen Dorftag teilgenommen. (Foto: OBK)

Voneinander lernen - miteinander gestalten

Der Kreis will mit dem Oberbergischen Dorftag neue Impulse setzten und seinen insgesamt 1.441 Dörfern und Weilern neue Perspektiven aufzeigen. Unter dem Leitgedanken „Voneinander lernen - miteinander gestalten" hatten die Dorfgemeinschaften die Chance, ihre Projekte in kreativen Workshops gleich auszutesten oder durch die zahlreichen anderen Gemeinschaften und Experten mit neuen Ideen zu bereichern.

Mit Engagement für die Dorfentwicklung im Oberbergischen Kreis (v.l.n.r.): Referent Pfarrer Dr. Ralf Kötter; Silke Hund, Kreis- und Regionalentwicklung; Sabine Bremen, Amt für Planung, Mobilität und Regionale-Projekte; stellvertr. Landrätin Ursula Mahler; Landrat Jochen Hagt, Planungsdezernent Frank Herhaus; Michael Tünker, Amt für Planung, Mobilität und Regionale-Projekte; Kerstin Gipperich, Kreis- und Regionalentwicklung; Bürgermeister Ulrich Stücker, Wiehl; Christine Wosnitza, Biologische Station Oberberg. (Foto: OBK)
Mit Engagement für die Dorfentwicklung im Oberbergischen Kreis (v.l.n.r.): Referent Pfarrer Dr. Ralf Kötter; Silke Hund, Kreis- und Regionalentwicklung; Sabine Bremen, Amt für Planung, Mobilität und Regionale-Projekte; stellvertr. Landrätin Ursula Mahler; Landrat Jochen Hagt, Planungsdezernent Frank Herhaus; Michael Tünker, Amt für Planung, Mobilität und Regionale-Projekte; Kerstin Gipperich, Kreis- und Regionalentwicklung; Bürgermeister Ulrich Stücker, Wiehl; Christine Wosnitza, Biologische Station Oberberg. (Foto: OBK)

Elf Dorfgemeinschaften nutzten die Gelegenheit, sich - anhand von vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten - der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren und ihre Aktivitäten und Projekte zu diskutieren und Expertenratschläge einzuholen:

Ausstellende Dorfgemeinschaften auf dem "Markt der Möglichkeiten":

Präsentieren und diskutieren

Neben den „Marktständen" der Dörfer wurde die Innovationsschau für Dorfentwicklung durch die zahlreichen bestehenden Unterstützungsformate für die Dörfer verstärkt – sowohl vom Kreis selbst als auch von Institutionen, die mit ihren Infoständen vertreten waren:

In einem Impulsvortrag stellte Dr. Ralf Kötter (Schwerte) am Beispiel der Region Eder und Elsofftal (Siegen-Wittgenstein) erfolgreiche Projekte zur Stärkung der Dörfer vor. Dabei wurde deutlich, dass ehrenamtliches Engagement und die Kooperation einer Vielzahl öffentlicher und privater Partner bei der Dorfentwicklung eine zentrale Rolle spielen.

Landrat Jochen Hagt tauschte sich auf dem Markt der Möglichkeiten mit den Dorfgemeinschaften aus und freute sich, dass auch sein Heimatdorf Berghausen mit einem Infostand vertreten war. (Foto: OBK)
Landrat Jochen Hagt tauschte sich auf dem Markt der Möglichkeiten mit den Dorfgemeinschaften aus und freute sich, dass auch sein Heimatdorf Berghausen mit einem Infostand vertreten war. (Foto: OBK)

Organisiert wurde dieser erste Oberbergische Dorftag von der Kreis- und Regionalentwicklung des Oberbergischen Kreises. Dessen Team der Abteilung Standortentwicklung und regionale Zusammenarbeit führt mit Zukunftswerkstatt Dorf und Zukunftsforum Dorf bereits seit Jahren erfolgreich Veranstaltungen für die Dorfentwicklung durch. "Viele Bürgerinnen und Bürger sehen den Bedarf die Infrastruktur zu verbessern, ebenso beim Dorfbild und der sozialen Unterstützung vor Ort. Durch die aktive Beteiligung der Dorfgemeinschaften konnte auf fehlende Angebote aufmerksam gemacht und nach Lösungen gesucht werden. Damit wird auch der Gemeinschaftsgeist gestärkt um den Auswirkungen des demografischen Wandels entgegen zu wirken und Entwicklungsprozesse voranzubringen", sagt Kreisplanungsdezernent Frank Herhaus.

Silke Hund, Kerstin Gipperich und Michael Tünker (Oberbergischer Kreis) haben den ersten Oberbergischen Dorftag erfolgreich organisiert. (Foto: OBK)
Silke Hund, Kerstin Gipperich und Michael Tünker (Oberbergischer Kreis) haben den ersten Oberbergischen Dorftag erfolgreich organisiert. (Foto: OBK)
Engagiert als Aussteller und Caterer: Udo Kolpe (2. v. l.) und sein Team der Oberwiehler Dorfgemeinschaft. (Foto: OBK)
Engagiert als Aussteller und Caterer: Udo Kolpe (2. v. l.) und sein Team der Oberwiehler Dorfgemeinschaft. (Foto: OBK)
Dr. Ingo Bernhard von der Dorfgemeinschaft Lindlar-Hohkeppel informierte über Pläne einer Pilgerherberge im Ort. (Foto: OBK)
Dr. Ingo Bernhard von der Dorfgemeinschaft Lindlar-Hohkeppel informierte über Pläne einer Pilgerherberge im Ort. (Foto: OBK)
Zur Nachahmung geeignet: Gabi Graf von der Dorfgemeinschaft Lieberhausen regt unter anderem einen Dorfkalender an, der auch über die Grenzen des "Hickslandes" hinaus gut ankommt und die Dorfkasse füllt. (Foto: OBK)
Zur Nachahmung geeignet: Gabi Graf von der Dorfgemeinschaft Lieberhausen regt unter anderem einen Dorfkalender an, der auch über die Grenzen des "Hickslandes" hinaus gut ankommt und die Dorfkasse füllt. (Foto: OBK)
Am Stand der Wiehler Dorfgemeinschaften Marienhagen/Alferzhagen/Pergenroth tauschten sich die Besucher über gemeinsame Aktionen aus, die dörferübergreifend stattfinden. (Foto: OBK)
Am Stand der Wiehler Dorfgemeinschaften Marienhagen/Alferzhagen/Pergenroth tauschten sich die Besucher über gemeinsame Aktionen aus, die dörferübergreifend stattfinden. (Foto: OBK)

Um konkrete Projekte zu entwickeln, nutzen die Dörfler das Angebot von drei Workshops vor Ort. So wurden Maßnahmen wie Dorfhaus und Dorfplatz auf die Fördermöglichkeiten der „Dorferneuerung 2019“ oder anderer Förderprogramme abgeklopft. Aufgrund der großen Nachfrage soll der Oberbergische Dorftag künftig wiederholt werden.
Weitere Informationen auf www.obk.de/dorftag.

Für Artenvielfalt in einem Dorf interessierten sich Teilnehmende in einem Workshop der Biologischen Station Oberberg. (Foto: OBK)
Für Artenvielfalt in einem Dorf interessierten sich Teilnehmende in einem Workshop der Biologischen Station Oberberg. (Foto: OBK)
"Dorfentwicklung für Einsteiger" bot der Workshop des Oberbergischen Kreises mit Michael Tünker an. (Foto: OBK)
"Dorfentwicklung für Einsteiger" bot der Workshop des Oberbergischen Kreises mit Michael Tünker an. (Foto: OBK)
Nachahmen erwünscht: die Besucherinnen und Besucher ließen sich von Projekten und Konzepten ihrer Nachbarn inspirieren. (Foto: OBK)
Nachahmen erwünscht: die Besucherinnen und Besucher ließen sich von Projekten und Konzepten ihrer Nachbarn inspirieren. (Foto: OBK)


Letzte Änderung: 01. April 2019