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09.02.2026: 100 Tage im Amt: Landrat Klaus Grootens spricht über Entscheidungen für die Zukunft des Oberbergischen Kreises
Herausforderungen in Infrastruktur und Wirtschaft werden mit klarem Gestaltungswillen angegangen
Klaus Grootens, Sie haben in der Nacht zum 1. November 2025 - bei der Verabschiedung Ihres Vorgängers im Amt, Jochen Hagt - das Amt des Landrats übernommen. Wie haben Sie den Wechsel von Ihrem Amt als Kreisdirektor zur Position des Landrates empfunden?
Ich wusste ja bereits, worauf ich mich mit diesem Amt einlasse. Ich bin mit den Aufgaben und Strukturen des Oberbergischen Kreises seit vielen Jahren vertraut. Bereits vor rund zwei Jahrzehnten war ich im Büro des Landrats tätig, später habe ich zehn Jahre als allgemeiner Vertreter gearbeitet. Die Abläufe in der Kreisverwaltung, die Zusammenarbeit mit dem Kreistag sowie der Austausch mit den Kommunen sind mir sehr gut bekannt. Auch im Wahlkampf sind viele persönliche Kontakte entstanden, insbesondere zu den heutigen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, was die tägliche Zusammenarbeit deutlich erleichtert. Natürlich ist der zeitliche Aufwand als Landrat noch erheblich größer, mit zahlreichen repräsentativen Terminen auch früh morgens, abends und an den Wochenenden. Das habe ich bewusst in Kauf genommen – und genau diese vielseitige Aufgabe bereitet mir große Freude.
Wie haben Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Wechsel reagiert?
Ich wurde sehr gut als neuer Landrat angenommen und habe viel Zuspruch erhalten. Insbesondere im Büro des Landrats war ich durch meine Zeit als Kreisdirektor bereits sehr gut bekannt und ich habe ein eingespieltes Team vorgefunden. Ich kenne auch schon viele Kolleginnen und Kollegen aus der Zeit als Sachbearbeiter im Rechtsamt, als Leiter der Wirtschaftsförderung oder als Kreisdirektor - das macht die Atmosphäre in Terminen deutlich angenehmer.
Welche besonderen Herausforderungen haben Ihre ersten 100 Tage geprägt?
Nicht nur meine ersten 100 Tage, sondern auch die kommenden Wochen und Monate werden von den Diskussionen über die Sanierungsnotwendigkeiten auf der Wiehltalbrücke, die Rettungsdienstgebühren und die allgemein schwierige wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen im Oberbergischen geprägt sein. Jede Woche kommen kleinere und größere Herausforderungen hinzu, die es zu lösen gilt. Wir erarbeiten Strategien und Handlungsmöglichkeiten, um für alle Beteiligten die bestmögliche Lösung zu finden – und das hat in den ersten 100 Tagen auch gut geklappt.
Auf welche Ziele wollen/müssen Sie jetzt besonders intensiv hinarbeiten?
Zunächst wollen wir unser neues Katastrophenschutzlager fertigstellen, um auf den Ernstfall bestens vorbereitet zu sein. Außerdem stehen wir im intensiven Austausch mit den Krankenkassen und anderen Kreisen, um zu verhindern, dass die Bürgerinnen und Bürger über individuelle Gebührenbescheide für sogenannte Fehleinsätze des Rettungsdienstes aufkommen müssen. Natürlich hat auch höchste Priorität, eine Sperrung der A4 zu verhindern, denn das hätte fatale Folgen für die Unternehmen und Pendler aus Oberberg. Aber auch mit dem Bau von Rettungswachen und der Zentralisierung der Kreisverwaltung wollen wir in dem vereinbarten Rahmen und auf Basis des gefundenen Kompromisses fortfahren; die Bauanträge sollen zeitnah eingereicht werden.
Welche Unterstützung erwarten Sie vom neuen Kreistag, der ja erstmals aus einer Koalition von CDU und SPD geführt wird?
Während den Koalitionsverhandlungen haben wir sehr konstruktive Gespräche geführt und erste Treffen mit Vertretern der CDU und SPD verliefen ebenfalls gut und zielgerichtet, sodass ich keine Zweifel an einer erfolgreichen Zusammenarbeit in der Wahlperiode habe. Es bleibt natürlich nicht aus, dass man im Kreistag über das ein oder andere Thema unterschiedliche Auffassungen vertritt und Diskussionen entstehen, aber dafür ist Demokratie da und die gewählten Vertreter spiegeln schließlich den Willen der Bürgerinnen und Bürger wider.
Wie bewerten Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage in der Region und wie können Sie als Landrat, der im steten Kontakt mit den hiesigen Unternehmen steht, unterstützen?
Gerade in der aktuellen Lage ist von der Verwaltung ein hohes Maß an Sensibilität gefragt. Die internationalen Krisen und die anhaltende wirtschaftliche Abschwächung betreffen längst nicht mehr nur große Konzerne in den Metropolen, sondern machen sich auch bei unseren regionalen Industrieunternehmen bemerkbar. Ich begegne immer wieder Menschen, die um ihren Arbeitsplatz fürchten oder sich in Kurzarbeit befinden und große Sorgen um die finanzielle Sicherheit ihrer Familien haben – insbesondere dann, wenn gerade ein Hausbau oder andere große Verpflichtungen anstehen. Umso wichtiger ist es mir, dass wir diese Situation ernst nehmen, die Unternehmen unterstützen und die vorhandenen Spielräume nutzen. Jede einzelne Mitarbeiterin und jeder einzelne Mitarbeiter kann dazu beitragen, dass sich die Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger verstanden und unterstützt fühlen und dass gemeinsam nach Lösungen gesucht wird. Ich möchte daher die Beschäftigten der Kreisverwaltung – egal in welchem Amt sie arbeiten – für die wirtschaftliche Situation sensibilisieren, beginnend in der Ausbildung mit dem bereits erfolgreich eingeführten Industriepraktikum für unsere Nachwuchskräfte.
Was erleben Sie im Umgang mit Bürgerinnen und Bürger (die Ihnen auch von ihren Sorgen und Nöten berichten?)
Es gibt Begegnungen, die mich auch noch lange danach zum Nachdenken bringen. Oftmals erlebe ich, dass Bürgerinnen und Bürger unzufrieden sind mit politischen Entscheidungen auf übergeordneter Ebene. Als Industriekreis sind wir davon in besonderer Weise betroffen – und das spüren die Menschen.
Was hat sich für Sie durch die Wahl im Privatleben verändert?
Ich muss zugeben, dass in manchen Wochen nur wenig Zeit für die Familie bleibt. Ich versuche zwar immer, mir für Geburtstage oder an Wochenenden gewisse Zeitfenster freizuhalten, allerdings kommen oft auch Termine oder Themen dazwischen, sodass der Terminkalender stets gut gefüllt ist. Viele Veranstaltungen, auch Gremiensitzungen, finden abends statt. Wenn es der Kalender zulässt, versuche ich so häufig wie möglich wenigstens am Wochenende etwas mit meiner Familie zu unternehmen.
Letzte Änderung: 09. Februar 2026

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