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04.05.2026: Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt: Kommunales Integrationszentrum des Kreises unterstützt Projekt Mentegra
Mentoring-Programm zur beruflichen Integration von qualifizierten geflüchteten Frauen
Oberbergischer Kreis. Zugewanderten Frauen Kontakt zu Unternehmen zu ermöglichen und in der neuen Berufswelt zu begleiten: das ist das Konzept von Mentegra. Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter dort begleitet sie als ehrenamtliche Mentorin oder ehrenamtlicher Mentor. Ein Durchlauf umfasst zwölf Monate und soll die Frauen auf ihrem eigenen Weg stärken.
(Foto: Wysocki/Leksau)
Im Oberbergischen Kreis ist das möglich über das Kompetenzzentrum Competentia in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum des Oberbergischen Kreises (KI).
Mentegra ist eine Begriffskombination aus Mentoring und Integration. Bisher umfasst die Förderung fünf Mentegra-Zyklen über jeweils zwölf Monate bis einschließlich 2027. Im März 2026 ist der aktuelle Durchlauf gestartet, hierbei gibt es erneut ein Oberberger Tandem.
Die Competentia begleitet kleine und mittlere Unternehmen für eine lebensphasenorientierte Personalpolitik, um Frauen als Fach- und Führungskräfte zu gewinnen. Larissa Busch stärkt das Projekt von Seiten des Kommunalen Integrationszentrums (KI): „Ein solches Engagement stärkt auch die eigene Unternehmenskultur und Glaubwürdigkeit im Bereich Diversity“, sagt sie.
Unterstützung für Zugang, Netzwerke und Sichtbarkeit in der Arbeitswelt
Von dem Projekt Mentegra ist auch die Lang AG in Lindlar, Dienstleister für professionelle Videoanwendungen, überzeugt. Die Unternehmensführung sieht in diesen neuen Impulsen unter anderem konkrete Ansätze für Kooperationen oder Weiterentwicklungen im eigenen Unternehmen. „So wird es auch möglich, aktiv zur Entwicklung von Frauen beizutragen und Erfahrungen weiterzugeben“, sagt Kamilla Wysocki, Director Operations bei der Lang AG. Sie hat die Ukrainerin Olha Leksau als Mentorin im Rahmen des Projekts Mentegra auf ihrem Weg in die deutsche Arbeitswelt begleitet. Die beiden Frauen haben sich im letzten Jahr regelmäßig getroffen und ausgetauscht: „Teils strukturiert mit konkreten Zielen, teils auch ganz offen, ja nachdem, was gerade relevant war.“, berichtet Kamilla Wysocki. „Besonders wertvoll war die Kombination aus strategischen Gesprächen, zum Beispiel Karriereplanung und sehr praktischen Themen aus dem Alltag. Dieses Mentoring-Tandem hat meinen Blick nochmal deutlich erweitert, insbesondere für die Hürden, mit denen geflüchtete Frauen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt konfrontiert sind.“
Für Kamilla Wysocki ist in dieser 1:1-Begleitung der größte Vorteil die Tiefe. „Hier können auch sensible Themen offen angesprochen werden, sei es Unsicherheit, Karriereentscheidungen oder persönliche Hürden.“
Die gelernte Projektplanungsingenieurin Olha Leksau ist ihr dafür sehr dankbar: im vergangenen Durchlauf, von April 2025 bis März 2026, wurde die Ukrainerin im Rahmen des Programms Mentegra beim Ankommen in der Lang AG begleitet und unterstützt.
Olha Leksau hat von Mentegra enorm profitiert. „Das Schöne an dem Projekt ist, dass es nicht nur um klassische Karrierefragen ging, sondern oft um ganz grundlegende Themen wie Orientierung, Selbstvertrauen und das Ankommen in einem neuen Umfeld“. Die Zugewanderte hat nach ihrer Ankunft in Deutschland bereits als Energieberaterin gearbeitet. „Eine Tätigkeit, die ich auch weiterhin ausüben möchte.“
Kamilla Wysocki von der Lang AG, zieht zum Abschluss eine positive Bilanz und betont im Interview die vielen Vorteile für Unternehmen. „Ein solches Engagement stärkt auch die eigene Unternehmenskultur und Glaubwürdigkeit im Bereich Diversity“, sagt sie.
Für den 2027 beginnenden Durchlauf ist die Bewerbung ab Herbst 2026 möglich. Für Nachfragen wenden sich Interessierte gerne an das Kommunale Integrationszentrum des Oberbergischen Kreises, Julius Zentz, Telefon 02261 88-1247 und an Larissa Busch, Telefon 02261 88-1256.
Wer sich als Mentor oder Mentee direkt bewerben möchten, wendet sich bitte an die Projektkoordinatorin Kübra Yilmaz, oder per E-Mail an kuebra.yilmaz@stadt-koeln.de und Telefon 0152 57 97 22 10.
Letzte Änderung: 04. Mai 2026

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