20.07.2026: Kreis sichert Berufsfelderkundung für 36 Jugendliche

Kurzfristige Lösung wurde mit regionalen Partnern umgesetzt

Oberbergischer Kreis. 36 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftshauptschule Lindlar konnten  ihre Berufsfelderkundung doch noch absolvieren. Nachdem feststand, dass das bisherige Angebot eines externen Partners für die Berufsfelderkundung in diesem Jahr entfällt, hat die Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule – Beruf/Studium (KoKo) des Oberbergischen Kreises innerhalb kurzer Zeit eine Alternative entwickelt. In der Zusammenarbeit mit engagierten regionalen Partnern konnte sichergestellt werden, dass die gesamte Jahrgangstufe nicht auf die geplante Berufsfelderkundung verzichten musste. 

Lara Teuner und Thorben Struth, ONI-Wärmetrafo GmbH (vorne l.), begrüßten Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftshauptschule Lindlar zur Berufsfelderkundung. (Foto: OBK)
Lara Teuner und Thorben Struth, ONI-Wärmetrafo GmbH (vorne l.), begrüßten Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftshauptschule Lindlar zur Berufsfelderkundung. (Foto: OBK)

Praktische Einblicke in den Berufsalltag

Gemeinsam mit der Kunststoff Initiative Oberberg (KIO e. V.) und dem Pflegenetzwerk Oberberg (P.NetO e. V.) hat der Oberbergische Kreis Einblicke in die Berufswelt ermöglicht. Bei der ONI-Wärmetrafo GmbH und im Deutschordens-Altenzentrum Pfarrer-Braun-Haus lernten die 36 Jugendlichen Arbeitsabläufe und verschiedene berufliche Tätigkeiten kennen.

Bei ONI konnten die Schülerinnen und Schüler die Löttechnik selbst ausprobieren. Sie bauten einfache elektrische Schaltungen und lernten technische Ausbildungsberufe kennen. Im Pfarrer-Braun-Haus simulierten die Jugendlichen die Vorbereitung zur Medikamenten-Gabe und lernten dabei typische Aufgaben in Pflegeberufen kennen.

Von links: Jan Marter, Lehrer an der Gemeinschaftshauptschule Lindlar; die Schülerinnen Emily Rautenbach, Emma Müller, Arsema Teame Russom, Ikra Dogan und Najia Fazli sowie die Auszubildende Lorena Vargas Almonte und die Ausbildungskoordinatorin Jennifer Poddan trafen sich zu Berufsfelderkundung im Deutschordens- Altenzentrum Pfarrer-Braun-Hauses. (Foto: OBK)
Von links: Jan Marter, Lehrer an der Gemeinschaftshauptschule Lindlar; die Schülerinnen Emily Rautenbach, Emma Müller, Arsema Teame Russom, Ikra Dogan und Najia Fazli sowie die Auszubildende Lorena Vargas Almonte und die Ausbildungskoordinatorin Jennifer Poddan trafen sich zu Berufsfelderkundung im Deutschordens- Altenzentrum Pfarrer-Braun-Hauses. (Foto: OBK)
Vom Plan zur fertigen Schaltung: Bei der ONI-Wärmetrafo GmbH bauten Schüler und Schülerinnen der Gemeinschaftshauptschule Lindlar - unter fachkundiger Anleitung - eine elektrische Schaltung und erhielten dabei praktische Einblicke in technische und handwerkliche Berufe. (Foto: ONI-Wärmetrafo GmbH)
Vom Plan zur fertigen Schaltung: Bei der ONI-Wärmetrafo GmbH bauten Schüler und Schülerinnen der Gemeinschaftshauptschule Lindlar - unter fachkundiger Anleitung - eine elektrische Schaltung und erhielten dabei praktische Einblicke in technische und handwerkliche Berufe. (Foto: ONI-Wärmetrafo GmbH)

„In der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen sorgt der Oberbergische Kreis dafür, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig realistische Vorstellungen von der Berufswelt erhalten, um ihre ganz persönlichen Fähigkeiten und Interessen zu erkennen und weiterzuentwickeln. Ein herzlicher Dank gilt den Mitarbeitenden der KoKo und den beteiligten Unternehmen für ihr Engagement. Nur durch den gemeinsamen Einsatz ist es möglich, Jugendlichen praxisnahe Einblicke in die Vielfalt der Berufe zu ermöglichen.", sagt Landrat Klaus Grootens.

Berufsfeld Pflege zum Ausprobieren: Ikra Dogan und Najia Fazli von der Gemeinschaftshauptschule Lindlar übten im Deutschordens- Altenzentrum Pfarrer-Braun-Haus die Vorbereitung zur Medikamenten-Gabe. (Foto: OBK)
Berufsfeld Pflege zum Ausprobieren: Ikra Dogan und Najia Fazli von der Gemeinschaftshauptschule Lindlar übten im Deutschordens- Altenzentrum Pfarrer-Braun-Haus die Vorbereitung zur Medikamenten-Gabe. (Foto: OBK)

„Es lohnt sich. Am besten hat mir der Rundgang durch das Unternehmen gefallen. Ich habe verstanden, was dort hergestellt wird und wir konnten selbst handwerklich mit anpacken. Das ist genau mein Ding“, berichtet einer der Jugendlichen nach der Berufsfelderkundung in Lindlar. 

„Genau solche Tage bieten den größten Mehrwert für unsere Schülerinnen und Schüler. Sie erleben Berufe hautnah und bauen gleichzeitig Hemmschwellen ab“, sagt Klassenlehrerin und Studien- und Berufswahlkoordinatorin Miriam Engelmann von der Gemeinschaftshauptschule Lindlar.

Damit kein Angebot verloren geht

Die Berufsfelderkundung ist Teil der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA). 

Im Rahmen der Berufsorientierung an den Schulen im Oberbergischen Kreis werden die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 mindestens drei unterschiedliche Berufsfelder an drei einzelnen Tagen erkunden.

Die Berufsfelderkundung bietet die Chance, die eigenen Stärken und Interessen in verschiedenen Berufsfeldern zu entdecken, um so eine erste realistische berufliche Perspektive zu entwickeln.

Im darauf folgenden Praktikum wird ein Beruf noch einmal intensiver erkundet. So entwickelt sich schrittweise die notwendige Gewissheit und Sicherheit für die spätere Ausbildungs- oder Studienentscheidung. Die Berufsfelderkundung bietet damit die Basis für eine erfolgreiche Berufs- und Studienorientierung.

Weitere Informationen auf www.berufsfelderkundung-obk.de



Letzte Änderung: 20. Juli 2026