16.09.2026: Mitmachfest zum 100. Geburtstag des Museums Schloss Homburg

Zahlreiche Angebote für alle Generationen begeisterten im und am oberbergischen Wahrzeichen

Oberbergischer Kreis. Spaß und festliche Stimmung trotz des Dauerregens: das Museumsfest auf Schloss Homburg zog mit vielseitigen Angeboten Einheimische und Gäste aufs Schloss. Das Team um Museumsleiter Steffen Müller hatte ein Jubiläumsprogramm organisiert, das Erwachsene, Kinder und Jugendliche gleichermaßen begeisterte: Überall im Museum und auf dem Gelände von Schloss Homburg gab es Mitmachangebote und gute Unterhaltung. 

Mit Ritterspielen unter Leitung von „Herold Don Oswaldo" (h. r.) konnten sich die jungen Museumsgäste am Fuße des Bergfried als "Knappen" bewähren.
(Foto: OBK)
Mit Ritterspielen unter Leitung von „Herold Don Oswaldo" (h. r.) konnten sich die jungen Museumsgäste am Fuße des Bergfried als "Knappen" bewähren.
(Foto: OBK)

Landrat Klaus Grootens beschrieb in seiner Eröffnungsrede wie sich das ursprüngliche (Heimat-)Museum über 100 Jahre hinweg zu einem „lebendigen Kulturort" entwickelt hat, „an dem Geschichte bewahrt wird und gleichzeitig immer wieder neu erlebt werden kann. Dass wir heute hier so groß feiern können, verdanken wir vielen Menschen und Partnern."

Zum hundertjährigen Bestehen des Museums Schloss Homburg beschrieb Landrat Klaus Grootens die Entwicklung des Museums, von einem kleinen Ausstellungsraum hin zu einem lebendigen Kulturort. (Foto: OBK)
Zum hundertjährigen Bestehen des Museums Schloss Homburg beschrieb Landrat Klaus Grootens die Entwicklung des Museums, von einem kleinen Ausstellungsraum hin zu einem lebendigen Kulturort. (Foto: OBK)

Der Kulturdezernent des Oberbergischen Kreises, Felix Ammann, bedankte sich ebenfalls bei den engagierten Mitarbeitenden auf Schloss Homburg, die „ein vielfältiges und inspirierendes Programm auf die Beine gestellt haben, mit der sich die Besucherinnen und Besucher nicht nur auf eine Reise in die Vergangenheit begeben, sondern Schloss Homburg auf neue Weise kennenlernen oder wiederentdecken können."

Für Museumleiter Steffen Müller stand die „großartige Teamleistung" zur Gestaltung und Umsetzung  dieses besonderen Geburtstagsfests im Vordergrund: „Beginnend mit ersten Überlegungen zur Gestaltung des Tages auf Schloss Homburg, dem Ausarbeiten der Aktionen, Gewinnen von Partnern, der gemeinsame Aufbau, und schließlich die gemeinsame kreative und engagierte Durchführung. Ein herzliches DANKESCHÖN gilt unseren Partnern, den Kolleginnen und Kollegen aus dem Besucherservice, dem Team des Kulturamtes und allen Programmpartnern, Workshopleiterinnen und -leitern sowie den Künstlerinnen und Künstlern, die unseren Gästen einen ganz besonderen Tag im und ums Museum herum 'geschenkt' haben."  

„Der Wüt!" - inszeniert von Oliver Steller und Thomas Diemer - begeisterte insbesondere die jungen Gäste. (Foto: OBK)
„Der Wüt!" - inszeniert von Oliver Steller und Thomas Diemer - begeisterte insbesondere die jungen Gäste. (Foto: OBK)

Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgten der Gitarrist und Rezitator Oliver (Olli) Steller und sein singender Steh-Schlagzeuger Thomas Diemer, die mit frechen Songs, Zaubertricks, Geschichten und Liedern zum Mitsingen und Mitklatschen insbesondere die jungen Gäste erfreuten. Dabei kam die drastisch reduzierte Kurzfassung des „Erlkönigs" ebenso gut an wie der kraftvolle Song über den brüllenden „Wüt!". 
Als „Herold Don Oswaldo", alias Frank Bus, zum Ritterturnier blies, eilten die angehenden Knappen zum Festplatz am Bergfried, um sich einkleiden zu lassen und sich auf Steckenpferden und mit Holzlanzen den Wettkämpfen zu stellen. 

Der Turnierplatz ist bereitet: „Herold Don Oswaldo", alias Frank Bus, bläst zum Wettstreit. (Foto: OBK)
Der Turnierplatz ist bereitet: „Herold Don Oswaldo", alias Frank Bus, bläst zum Wettstreit. (Foto: OBK)

Schlossgespenst HomBuh wurde von Puppen- und Schauspieler Gerd J. Pohl gleich mehrfach liebevoll in Szene gesetzt. Kreative Mitmachaktionen wie Graffitis sprühen mit Puya Bagheri, Bastelangebote mit der Künstlerin Sabine Schunk und Freiluftmalerei mit Hashem Alshater fanden in regengeschützten Pavillons statt. Dort stellten auch Ulrike Claßen-Büttner und ihre Tochter Zoe eine alte Handwerkskunst vor: Spinnen mit Spindel und Spinnrad.    

Gespannt lauschten die kleinen und großen Zuschauerinnen und Zuschauer den Geschichten von Puppenspieler Gerd J. Pohl. (Foto: OBK)
Gespannt lauschten die kleinen und großen Zuschauerinnen und Zuschauer den Geschichten von Puppenspieler Gerd J. Pohl. (Foto: OBK)
Mit etwas gutem Zureden schwebt Schlossgespenst HomBuh aus der Puppenkiste von Schauspieler Gerd. J. Pohl. (Foto: OBK)
Mit etwas gutem Zureden schwebt Schlossgespenst HomBuh aus der Puppenkiste von Schauspieler Gerd. J. Pohl. (Foto: OBK)
Von der Wolle zum Faden: Ulrike Claßen-Büttner und Tochter Zoe (r.) stellten die unterschiedlichen Spinnarten vor. (Foto: OBK)
Von der Wolle zum Faden: Ulrike Claßen-Büttner und Tochter Zoe (r.) stellten die unterschiedlichen Spinnarten vor. (Foto: OBK)
Das Spinnen mit der Spindel wurde bereits im Mittelalter betrieben, sagt Ulrike Claßen-Büttner. (Foto: OBK)
Das Spinnen mit der Spindel wurde bereits im Mittelalter betrieben, sagt Ulrike Claßen-Büttner. (Foto: OBK)
Museumleiter Steffen Müller wurde von den Reportern Malte und Marie-Lena des Jugendradios KURUX (vom Kulturruckssack NRW) interviewt. Die Nachwuchsmoderatoren begleiteten die zahlreichen Aktionen und Mitmachangebote des Museumsfests mit Kamera und Mikrofon. (Foto: OBK)
Museumleiter Steffen Müller wurde von den Reportern Malte und Marie-Lena des Jugendradios KURUX (vom Kulturruckssack NRW) interviewt. Die Nachwuchsmoderatoren begleiteten die zahlreichen Aktionen und Mitmachangebote des Museumsfests mit Kamera und Mikrofon. (Foto: OBK)

Im Mittelpunkt des Festes stand natürlich die Sammlung des Museums Schloss Homburg, mit seinen inzwischen rund 20.000 Objekten - darunter immer wieder Ausstellungsstücke  zum Anfassen und Ausprobieren. Die Sammlung ist der Kern und die Identität des Museums und sie wird seit 1926 stetig weiterentwickelt. Viele treue Museumsgäste wurden von den neu gestalteten Räume und der  PLAYMOBIL-Sonderausstellung positiv überrascht und auch neue Besucherinnen und Besucher begeistert. Bei den Führungen durch Schloss Homburg freuten sich viele einheimische Gäste an wiederentdeckten Ausstellungsstücken, wie Ritterrüstungen, Kinderwiege oder den Besuch der ihnen vertrauten Burgküche, mit dem schmalen Gang zum Verließ. „Das sind Kindheitserinnerungen", schwärmt Klaus aus Nümbrecht. „Schloss Homburg bedeutet für mich einfach: 'Heimat'", sagt eine Besucherin aus Marienberghausen. Und eine aus Siegen angereiste Familie meint: „Ein toller Veranstaltungsort! Wir kommen gerne wieder!"

Landrat Klaus Grootens sagt: „Für den Oberbergischen Kreis ist Schloss Homburg ein ganz besonderer Ort. Hier werden unsere Geschichte, unsere Kultur und unsere Traditionen bewahrt und gleichzeitig immer wieder neu erlebbar gemacht. Das Museum verbindet Vergangenheit und Gegenwart – und zeigt uns, woher wir kommen und was unsere Region so einzigartig macht."

Auf dem Museumsfest präsentierten sich auch die Biologische Station Oberberg, der Förderverein
Schloss Homburg
und das Netzwerk Bergische Museen

Weitere Informationen auf www.schloss-homburg.de.

Auszuprobieren ist ausdrücklich erwünscht im Museum Schloss Homburg. Die fünfjährige Lina versucht ihren Namen auf einer Schreibmaschine zu tippen. (Foto: OBK)
Auszuprobieren ist ausdrücklich erwünscht im Museum Schloss Homburg. Die fünfjährige Lina versucht ihren Namen auf einer Schreibmaschine zu tippen. (Foto: OBK)
Die (historische) Jagd wird im Schlossmuseum gut vermittelt. Nikita (5 Jahre) testet, wie sich dieses Fell anfühlt. (Foto: OBK)
Die (historische) Jagd wird im Schlossmuseum gut vermittelt. Nikita (5 Jahre) testet, wie sich dieses Fell anfühlt. (Foto: OBK)


Letzte Änderung: 16. September 2026