Anonyme Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt im Oberbergischen Kreis – ASS Oberberg

In Deutschland erlebt jede 7. Frau schwere sexualisierte Gewalt. Nur in 5% der Fälle erfolgt eine Anzeige. Die wenigsten Täter werden verurteilt und nur in 3 von 100 Fällen erfolgt die Beschuldigung zu Unrecht! (Quelle: https://frauenrechte.de/)

Mit dem Projekt ASS Oberberg und den damit verbundenen Möglichkeiten geben das Klinikum Oberberg in Gummersbach und die HELIOS Klinik in Wipperfürth in Zusammenarbeit mit dem Rechtsmedizinischen Institut an der Uniklinik Köln Opfern sexualisierter Gewalt Zeit. Zeit, die sie brauchen, um sich evtl. doch noch für die Erstattung einer Anzeige zu entscheiden.

Die durch die Kliniken anonym aber gerichtsfest gesicherten Beweise können in einem späteren Strafverfahren wieder den Opfern zugeordnet werden und helfen dann, den Täter zu überführen.

Im Verfahren ist es außerdem vorgesehen, die Opfer über Beratungsstellen zu informieren, die ihnen in ihrer besonders belastenden Situation weiterhelfen können. In erster Linie sind dies die Gewaltschutzberatungsstelle des Caritasverbandes und das Frauenhaus, ebenfalls in Trägerschaft des Caritasverbandes.

Sabine Steller, die Gleichstellungsbeauftragte des Oberbergischen Kreises, plant am Mittwoch, 25. Oktober 2017, um 15.00 Uhr im Kreishaus in Gummersbach, eine Informationsveranstaltung für die Ärzteschaft und weitere Fachkräfte, die mit Opfern sexualisierter Gewalt zu tun haben.

Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Auskunft erteilt:
Sabine Steller
G
leichstellungsbeauftragte Oberbergischer Kreis
Telefon 02261 88-1900 
E-Mail sabine.steller@obk.de

 

Flyer „Anonyme Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt im Oberbergischen Kreis“ – kurz ASS Oberberg

 



Letzte Änderung: 25. September 2017