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07.07.2026: Viele „gute Geschäfte" beim ersten Marktplatz im Oberbergischen Kreis
Unternehmen und gemeinnützige Organisationen haben vor Ort Kooperationsvereinbarungen beschlossen und sich ausgetauscht
Oberbergischer Kreis. 13 Kooperationsvereinbarungen zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Aktionen sind auf dem ersten Marktplatz für gute Geschäfte im Oberbergischen Kreis geschlossen worden. Der Wert dieser Kooperationen beläuft sich auf rund 12.000 Euro und ca. 700 Stunden ehrenamtlichen Einsatzes. Zwei weitere Kooperationsvereinbarungen wurden im Nachgang der Veranstaltung geschlossen. Auf Einladung des Oberbergischen Kreises kamen rund 50 Akteure aus Vereinen, Non-Profit-Institutionen und Unternehmen, und 20 Gäste aus Verwaltungen und Politik zusammen, um ihr Netzwerk zu vergrößern und unbürokratisch Aufgaben zu erledigen. Die Teilnehmenden konnten ihr Know How, Arbeitszeit oder Sachmittel vorstellen und mit potentiellen Partnern aushandeln, was sie im Gegenzug dafür erhalten. Da auf dem Marktplatz für gute Geschäfte Geld tabu ist, wurden Dienstleistungen, Zeit und Kompetenzen als Tauschmittel eingesetzt.
Der Marktplatz für gute Geschäfte bringt Menschen zusammen, die an Kooperation interessiert sind
Gerade in Zeiten, in denen viel über gesellschaftlichen Zusammenhalt gesprochen wird, ist das hier ein sehr konkreter Ansatz, sagt Landrat Klaus Grootens: „Er zeigt, dass Zusammenarbeit nicht zuerst am Geld scheitern muss, sondern dort beginnt, wo Menschen bereit sind, etwas voneinander anzunehmen und miteinander zu teilen. Das Ehrenamt spielt dabei eine zentrale Rolle. Viele Dinge, die unser Zusammenleben im Oberbergischen Kreis ausmachen, wären ohne das Engagement vieler Freiwilliger gar nicht denkbar. Umso wichtiger ist es, dieses Engagement zu unterstützen und Menschen zusammenzubringen, die sich einbringen wollen. Genau dafür ist dieser Marktplatz da: Er macht sichtbar, was alles vorhanden ist – an Ideen, an Fähigkeiten, an Möglichkeiten – und bringt es miteinander in Verbindung."
Win-Win Situation durch Tauschgeschäfte - Vereinbarungen wurden "notariell" besiegelt
Beispielsweise plant der SGV Homburger Land in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Hansen und Kröger in Wiehl eine Kundenveranstaltung "Wandern und Lesen". Außerdem wird Carolin Stute von Hippe Hue Social den Social Media Auftritt des SGV Homburger Land ausbauen und optimieren.Die Kitzretterinnen (Werde KitzretterIn e.V.) erhalten von Welp Media Service Unterstützung bei ihrem Medienauftritt.
Die OASe (Offene Arbeit für Senioren) informiert künftig Mitarbeitende der AggerEnergie zu Fragen zur Pflege und Patientenverfügungen. Ein umfangreicher zweiteiliger Workshop der OASe ist für ein AWO Seniorenzentrum vorgesehen.
Neben dem großen Interesse der Akteure dieses ersten Marktplatzes der guten Geschäfte, sei auch die gute Vorbereitung auf potentielle Verhandlungen grundlegend für diesen Erfolg gewesen, sagt Sylvia Asmussen, die Leiterin der Fachstelle für bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt: „Nach Anmeldung und Vorbereitung hatten die Teilnehmenden am Veranstaltungstag eine Stunde Zeit, um Kooperationen aufzubauen und Vereinbarungen zu schließen. Um sich auf die Verhandlungsgespräche gut einzustellen und potentielle Partner zu finden, haben die Akteure einige Tage vor der Veranstaltung an einem kostenlosen Workshop teilgenommen. So ist mit dem Marktplatz für gute Geschäfte eine sehr lebendige Vermittlungsplattform entstanden, die unter den aktiven Teilnehmenden zu vielen Win-Win Effekten geführt hat."
Der Markt der guten Geschäfte hat sehr schnell gezeigt: Es sind viele Ressourcen und Kompetenzen in der Region vorhanden, die man miteinander teilen kann, unter der Voraussetzung, dass Ressourcen und Bedarfe bekannt sind. Bei den Tauschgeschäften standen „Makler“ bereit, um geeignete Gesprächspartner zueinander zu führen oder aussichtsreiche Vereinbarungen anzubahnen. Ein „Notar“ besiegelte die Vereinbarungen schriftlich. Diese Funktion haben Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker und Andreas Neumann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Oberberg, gerne übernommen. "Wenn Ehrenamt und Unternehmen aufeinander treffen, dann entsteht etwas!", sagt Bürgermeister Ulrich Stücker.
Stimmen von Teilnehmenden:
„Ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich für die hervorragende Organisation bedanken. Die Plattform hat mir sehr gut gefallen, und ich konnte vor Ort bereits wunderbare Kontakte knüpfen. Das Konzept mit den Stehtischen, der Unterstützung durch die „Makler“ und der Besiegelung durch die „Notare“ ist wirklich ideal, um gemeinnützige Organisationen und Unternehmen unkompliziert zusammenzubringen", sagt Erich Wester, 1. Vorsitzender Dorfgemeinschaft Schmitzhöhe e.V.
„Ich bin jetzt noch mehr begeistert von dem Konzept „des Marktes der guten Geschäfte“. Alles, die Gäste, die Bewirtung- generell die ganze Organisation. Ich hoffe, dieses Konzept wird andere im Oberbergischen ebenso begeistern.", sagt Melanie Frackenpohl, Bereichsleitung Lebenspfade Oberberg e.V..
Gelungene Kooperation auch zwischen Kreis, Kommune, Amaidi und Der Paritätische Oberbergischer Kreis
Der „Marktplatz für gute Geschäfte“ wird mit Unterstützung der weltweit tätigen Organisation Amaidi international gGmbH mit Sitz in Overath organisiert und durchgeführt, die bereits Erfahrungen aus mehreren durchgeführten Märkten im Rheinisch-Bergischen Kreis mitbringt.
Finanziell unterstützt haben die Veranstaltung die Rembold Stiftung und die Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln.
Die Stadt Wiehl hat mit ihrer Ehrenamtskoordinatorin, Corinna Kawczyk, die Vorbereitung maßgeblich unterstützt und kostenfrei Räume bereitgestellt, um den "Marktplatz für gute Geschäfte" in dieser Form durchzuführen.
Der Geschäftsführer von Der Paritätische Oberbergischer Kreis, Christian Gollmer, hat die vorbereitenden Workshops (am 22. und am 23.06.2026) geleitet und die Veranstaltung moderiert.
Weitere Informationen erhalten Interessierte auf www.obk.de/ehrenamt in der Rubrik "Marktplatz für gute Geschäfte" und auf www.gute-geschaefte-obk.de.
Letzte Änderung: 7. Juli 2026

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