ASS Oberberg

Anonyme Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt im Oberbergischen Kreis

 

Titelblatt Flyer ASS. (Foto: Hannah Hüsson)


In Deutschland erlebt jede 7. Frau schwere sexualisierte Gewalt. Nur in 5% der Fälle erfolgt eine Anzeige. Die wenigsten Täter werden verurteilt und nur in 3 von 100 Fällen erfolgt die Beschuldigung zu Unrecht! (Quelle: https://frauenrechte.de/).

 

Worum geht es bei ASS?
 

Der Oberbergische Kreis hat mit ASS ein Projekt für die Region entwickelt, das eine anonyme Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt an Frauen ermöglicht.

Nach der ärztlichen Untersuchung und der Spurendokumentation im Klinikum Oberberg in Gummersbach oder der HELIOS Klinik in Wipperfürth werden die Spuren anonym im Rechtsmedizinischen Institut an der Uniklinik Köln gelagert.

Das Projekt gibt Frauen Zeit - Zeit, die sie brauchen, um sich eventuell doch noch für die Erstattung einer Anzeige zu entscheiden.

Sie entscheiden, was mit den Spuren passiert!
 

ASS wird gefördert durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

________________________________________________________________________________________________

 

Beteiligte Krankenhäuser in der Region:

 

Symbolbild Arztkoffer

Klinikum Oberberg
Kreiskrankenhaus Gummersbach
Frauenklinik
Wilhelm-Breckow-Allee 20
51643 Gummersbach
Tel.: 02261/17-0


HELIOS Klinik Wipperfürth
Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe
Alte Kölner Str. 9
51688 Wipperfürth
Tel.: 02267/889-0

 

________________________________________________________________________________________________

 

Wie läuft die anonyme Spurensicherung ab?


1. Sie suchen eines der genannten Krankenhäuser auf. Wenn Sie keine Anzeige erstatten möchten, bitten Sie um eine anonyme Spurensicherung.

2. Das Krankenhaus hält ein Spurensicherungsset bereit.

3. Der ärztliche Untersuchungsbericht mit Ihren Daten verbleibt im Krankenhaus. Die gesicherten
Spuren (z.B. Kleidung, Spermaspuren) werden anonym im Institut für Rechtsmedizin
der Universität Köln gelagert.

4. Sie unterschreiben eine Erklärung, dass Sie eine anonyme Spurensicherung und Lagerung bis zu zehn Jahren wünschen. Davon erhalten Sie eine Durchschrift.

5. Durch eine Chiffrenummer, unter der die Spuren anonym gelagert sind, können diese Ihren Akten bei einer späteren Anzeigenerstattung zugeordnet werden.

6. Sie entscheiden, was mit den Spuren passiert:
Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt eine Anzeige erstatten, weisen Sie darauf hin, dass die Tatspuren anonym gesichert wurden. Entbinden Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin von der Schweigepflicht, damit auch der damalige Untersuchungsbericht verwendet werden darf. Die Polizei kümmert sich dann um die notwendigen Schritte.

7. Erfolgt keine Anzeige, werden die Spuren nach zehn Jahren vernichtet.

 

________________________________________________________________________________________________

 

Weitere Informationen zum Projekt ASS:


Flyer: „Anonyme Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt im Oberbergischen Kreis“ – kurz ASS Oberberg

 

Auskunft erteilt:
Sabine Steller
Gleichstellungsbeauftragte Oberbergischer Kreis

Telefon: 02261 88-1900 
E-Mail: sabine.steller@obk.de

 

________________________________________________________________________________________________

 

Sie möchten zum Thema beraten werden?

Wenn Sie Beratung, Hilfe und Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte an die folgenden Beratungsstellen:
 

Caritas Frauenhaus - Frauenberatungsstelle
Talstr. 1
51643 Gummersbach

Telefon: 02261 306841
E-Mail: frauenberatung@caritas-oberberg.de

 

Netzwerk Oberberg gegen Gewalt - no
Internet: www.obk.de/netzwerkno

 

Weißer Ring- Außenstelle Oberbergischer Kreis
Telefon: 0151/55164656

 

Hilfetelefon - Gewalt gegen Frauen
Telefon: 08000 116 016

 

________________________________________________________________________________________________

 

Pressemitteilungen zum Projekt ASS:



Letzte Änderung: 19. März 2019