Oberbergischer Kreis. „Lassen Sie sich jetzt, vor Beginn der kalten Jahreszeit, gegen Grippe impfen", empfiehlt Dr. Thomas Bauer, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. Wenn jetzt geimpft wird, besteht bereits nach 7 bis 14 Tagen voller Impfschutz.
„Viele Menschen glauben, dass sie eine Influenza haben, dabei handelt es sich meist um einen anderen viralen Infekt“, sagt Dr. Thomas Bauer. Bei etwa 200 Krankheitserregern mit ähnlichen Symptomen kann es vorkommen, dass Menschen, trotz der Impfung, grippeähnliche Beschwerden haben. Deren Ursache ist dann jedoch nicht die gefährliche Influenza, sondern andere Viren, wie beispielsweise die Rhino-Viren.
"Die Grippe-Impfstoffe werden jedes Jahr an die Influenza-Viren abgepasst, die aktuell im Umlauf sind. Ziel ist es, so vor jeder Grippesaison einen optimalen Impfschutz zu erreichen", sagt der Leiter des Kreisgesundheitsamtes.
Die Vorsorgemaßnahme sollten vor allem ältere Menschen annehmen. Zudem empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) den Grippeschutz bei Schwangeren, Menschen mit chronischen Grunderkrankungen wie Herz-Kreislauf, Leber- und Nierenerkrankungen, Krankheiten der Atmungsorgane, neurologische Krankheiten, wie z. B. Multiple Sklerose oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus.
Häufig können diese Erkrankungen die Leistungs- und Widerstandsfähigkeit des Immunsystems einschränken. „Genau hier ist es sinnvoll, sich impfen zu lassen“, meint Dr. Thomas Bauer. „Von der Impfung profitieren aber auch Menschen, die z.B. bei viel Publikumsverkehr einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind. Es ist daher wichtig, dass sich insbesondere Menschen in der Pflege, die chronisch Kranke betreuen, impfen lassen."