Fahrradmobilität
Ob entspannt auf einer alten Bahntrasse radeln, sportlich lange Strecken fahren oder auf steilen Wegen Höhenmeter machen – Fahrradfahren findet im Oberbergischen Kreis insbesondere im Freizeit- und Tourismusbereich statt.
Dabei hat die Nutzung von Fahrrädern – auch mit elektrischer Unterstützung – besonders große Potenziale CO₂ einzusparen und Schadstoffe zu reduzieren. Da viele alltägliche Autofahrten innerorts stattfinden und kürzer als fünf Kilometer sind, können diese teilweise auch mit dem Rad zurückgelegt werden. Pendlerinnen und Pendler kommen so entspannter zur Arbeit und können auf dem Weg noch ihre Gesundheit fördern.
Die Radmobilität zu fördern ist eine Maßnahme des Programms Klima - Umwelt - Natur Oberberg. Ein wichtiger Aspekt der Radmobilitätsförderung ist der Ausbau der Infrastruktur, um neue und sichere Wegebeziehungen zu schaffen.
Zuständigkeiten für Radwegebau
Der Oberbergische Kreis ist als Straßenbaulastträger zuständig für den Radwegebau und die Instandhaltung an Kreisstraßen (K). Radwegeplanungen und der Bau von neuen Radwegen an Landes- und Bundesstraßen (L und B) obliegt dem Landesbetrieb Straßen NRW. Für kommunale Straßen sind die 13 Städte und Gemeinden im Oberbergischen Kreis zuständig. Der Oberbergische Kreis unterstützt die Kommunen bei der Planung und Umsetzung interkommunaler Radwege, die die Städte und Gemeinden verbinden.
Radfahren - Alltag, Freizeit, Tourismus
Der Oberbergische Kreis ist als Mitglied des Radregion Rheinland e.V. ein wichtiger Akteur für die Entwicklung und Vernetzung der Radinfrastruktur und des Radtourismus in der Region.
Der Radregion Rheinland e.V. übernimmt eine koordinierende Funktion in den Bereichen Qualitätsmanagement und Ausweisung neuer Fahrradrouten. Über den Verein werden auch bestehende Routen überregional vermarktet.
In der Region bekannt ist die Radregion Rheinland vor allem für das Knotenpunktsystem mit den Knotenpunkttafeln. Das System wurde 2015 entwickelt und einheitlich in der Region umgesetzt. Mithilfe dessen ist eine Orientierung für Radfahrerinnen und Radfahrer auch ohne eigene Karte oder Smartphone möglich. Das Knotenpunktnetz wird beständig weiterentwickelt und kontinuierlich an neue Radwege und Routen angepasst.
Der Oberbergische Kreis verfügt über viele hochwertige Radwege. Damit diese Strecken im Alltag, in der Freizeit oder für touristische Aktivitäten gerne genutzt werden, sollten die Radwege gut befahrbar sein und Mängel zeitnah behoben werden. Daher haben der Oberbergische Kreis und der Rheinisch-Bergische Kreis ein Qualitätsmanagement eingerichtet und dieses Radwegemanagement dann auf den Naturpark Bergisches Land übertragen.
Hauptziel ist, Mängel in der Beschilderung zu beheben, zum Beispiel abhanden gekommene oder verdrehte Schilder. Mängelmeldungen werden an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Auch die Optimierung des Netzes und einzelner Routen gehört zu den Aufgaben.
Unter der Marke „Das Bergische“ fördert die Das Bergische GmbH als Dachorganisation den Tourismus im ländlichen Teil des Bergischen Landes, also im Oberbergischen Kreis, Rheinisch-Bergischen Kreis und in Teilen des Rhein-Sieg-Kreises.
Auf Das Bergische finden Sie viele Routenvorschläge für Ihre nächste Radtour im Oberbergischen Kreis.
Wenn Sie Ihre nächste Fahrradtour lieber selbst planen möchten, empfiehlt sich der Radroutenplaner NRW.
Der Planung sind hier kaum Grenzen gesetzt. Sie können sich Ihre Wunschroute auch mit auf die Tour nehmen: ob als ausgedruckte Karte oder Sie installieren sich die App „Radroutenplaner NRW mobil“. In der App können Sie sich sogar navigieren lassen.
Radfahren und Klimaschutz
Fahrradzählstellen
Wie viele Radlerinnen und Radler sind eigentlich auf unseren Radwegen unterwegs? Seit 2018 werden an drei Zählstellen im Oberbergischen Kreis die Zahlen der Radfahrerinnen und Radfahrer über 24 Stunden täglich erfasst.
Die Daten sollen Aufschluss über den Bestand sowie die Entwicklung des Radverkehrs geben. Beispielhaft ist in der Grafik die Entwicklung der Zählstelle in Gummersbach/Bergneustadt an der Etappe Agger-Dörspe des Bergischen Panorama-Radwegs dargestellt.
Radwegeplanungen
Der Oberbergische Kreis koordiniert und beteiligt sich an der Planung regionaler Radwegeprojekte wie zum Beispiel dem Agger-Sülz-Radweg.
In interkommunaler Kooperation entwickeln
- der Oberbergische Kreis (mit den Kommunen Engelskirchen, Lindlar und Wipperfürth)
- der Rhein-Sieg-Kreis (mit den Kommunen Lohmar, Sankt Augustin, Siegburg und Troisdorf)
- der Rheinisch-Bergische Kreis (mit den Kommen Bergisch-Gladbach, Overath und Rösrath)
sowie der Region Köln/Bonn e.V. die planerische Konzeption zur Realisierung eines Agger-Sülz-Radweges. Die Federführung liegt beim Rheinisch-Bergischen Kreis.
Entlang der für die Region prägenden Naturräume von Agger und Sülz soll mit diesem Rad-Rundweg ein Lückenschluss zum Bergischen Panoramaradweg in Wipperfürth und zum Radweg Sieg in Siegburg geschaffen werden. Da auf der insgesamt ca. 118 km langen Trasse schon auf ca. 87 km Radwege und Routenverläufe auf verkehrsarmen Wegen vorhanden sind, bedarf es einer Streckenertüchtigung von ca. 31 km.
Im Jahr 2017 wurde das Teilstück Süd des Agger-Sülz-Radweges eröffnet. Dieses führt von Rösrath über Siegburg nach Overath und ist 42 Kilometer lang.
Die Planung und Erschließung der Lückenschlüsse im weiteren Verlauf des Agger-Sülz-Radweges werden von den Kooperationspartnern weiter vorangetrieben.
Das Projekt hat den A-Status erhalten im Rahmen der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand.
Kontakt
Lydia Winter
Karlstr. 14-16
2.Obergeschoss, Raum: 214
51643 Gummersbach
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