Pressemitteilung
Veröffentlichungsdatum: 2014-06-26
Depression: Raus aus der Tabu-Ecke Über Depression offen sprechen, Aufklärungsarbeit leisten und Hilfestellungen anbieten, das sind die Ziele des "Netzwerkes Depression Oberberg"
Oberbergischer Kreis. „Angefangen hat alles mit einer großen Erschöpfung“, erinnert sich Eva Radilé. „Ich wurde immer schwächer und antriebsloser, war irgendwann nicht mehr leistungsfähig.“ Es sind Aussagen, die für zustimmendes Nicken bei vielen der rund 100 Zuhörer sorgen. So wie Eva Radilé geht es vielen Menschen, auch im Oberbergischen Kreis. Um aufzuklären und konkrete Hilfe anzubieten, haben sich vor drei Jahren viele Akteure im „Netzwerk Depression Oberberg“ zusammengeschlossen. „Dieses Netzwerk ist eine sehr wichtige Initiative. Es sorgt dafür, dass Betroffene mit ihrer Krankheit nicht alleine gelassen werden und wissen, an welche Stellen sie sich im Oberbergischen Kreis wenden können“, sagt, Landrat Hagen Jobi. Aufzuklären und Hilfestellungen zu geben, waren auch die Ziele der Podiumsdiskussion im Haus der AOK in Gummersbach. „Wir wollen nicht, dass Experten über Betroffene reden, sondern mit Betroffenen sprechen“, betont Dr. Thomas Bauer, Leiter des Kreisgesundheitsamtes.