Pressemitteilung
Veröffentlichungsdatum: 2014-09-30
Inklusion: Mit Einigkeit an die Herkulesaufgabe im Oberbergischen Kreis Unter Federführung und auf Vorschlag des Landrates ist jetzt ein gemeinsames Positionspapier entstanden, das von allen Bürgermeistern in Oberberg einvernehmlich unterstützt und mitgezeichnet wird
Oberbergischer Kreis. "Wir bekennen uns ausdrücklich zur Umsetzung des inklusiven Schulsystems im Oberbergischen Kreis - doch wir wollen auch weiterhin ein hochwertiges Förderschulangebot bereitstellen und bewährte Strukturen nicht zerschlagen", sagt Landrat Hagen Jobi, und ist sich dabei mit den 13 Bürgermeistern im Kreis einig.
Gemeinsam wird frühzeitig an konkreten Lösungsansätzen zur Umsetzung gearbeitet. Allerdings: Leicht wird das nicht. Sinkende Schülerzahlen, Vorgaben über erforderliche Mindestgrößen von Förderschulen, die schwierige Lehrerversorgung sowie die kommunalen Kosten in Zeiten knapper Kassen - all das macht die Inklusion sowohl für die Schulen als auch für die Kommunen und den Kreis zu einer Herkulesaufgabe. Hinzu kommt der zurzeit noch nicht einschätzbare Wille der Eltern. Denn mit der zum 1. August 2014 in Kraft getretenen 9. Schulrechtsänderung können Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf künftig selbst entscheiden, welche Schule ihre Kinder besuchen sollen - ob allgemeine Schulen oder Förderschulen.