Pressemitteilung
Veröffentlichungsdatum: 2015-01-22
Firma Kind in Kotthausen: „Keine Gefährdung für die Anwohner“ Weiter unter Beobachtung bleibt das ehemalige Betriebsgelände der Firma Otto Kind in Marienheide-Kotthausen, wo Verunreinigungen in Form von Chrom VI und LHKW festgestellt worden sind. Für die...
Oberbergischer Kreis. Bereits im Jahr 2011 wurden bei Untersuchungen auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Kind in Marienheide-Kotthausen Verunreinigungen an der Gebäudesubstanz, in der Bodenluft und im Boden festgestellt. Diese resultieren von einer Galvanik-Anlage, die bis Anfang der 1970er Jahre in Betrieb war. Bei umfangreichen Untersuchungen im Auftrag der Firma Kind wurden das Schwermetall Chrom VI sowie „leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe“ (LHKW) entdeckt, die jeweils krebserregend sein können. Auch im Grundwasser wurden die Stoffe nachgewiesen.
„Wir wissen, dass Altlasten diffuse Ängste auslösen. Daher gehen wir mit der Thematik mit größter Sorgfalt und Transparenz um“, sagt Kreisumweltdezernent Dr. Christian Dickschen. Gefahr für die Anwohner besteht allerdings keine. Das haben die zahlreichen Maßnahmen und Untersuchungen ergeben, die von der Firma Kind in Begleitung mit der Unteren Bodenschutzbehörde des Oberbergischen Kreises durchgeführt worden sind. „Der Schaden ist ortsfest, das heißt, die Verunreinigungen beziehen sich auf einen begrenzten Raum in der ehemaligen Galvanik und das Grundwasser“, erklärt Ulrich Herweg von der Unteren Bodenschutzbehörde des Oberbergischen Kreises. Anliegende Fischteiche und Bäche seien nicht belastet, auch vom Grundwasser gehe keine Gefahr aus. „Das Grundwasser wird nicht genutzt, daher können wir diesen Schaden nach intensiver Einzelfallprüfung tolerieren“, so Herweg.