Pressemitteilung
Veröffentlichungsdatum: 2016-06-01
Güllekataster: Kreis nimmt Lagerstätten unter die Lupe Der Oberbergische Kreis erstellt ein Güllekataster in dem Güllelagerstätten im Kreisgebiet erfasst werden. Das Kreisumweltamt kontrolliert derzeit die ersten landwirtschaftlichen Betriebe
Oberbergischer Kreis. Bei der Güllekatastrophe im März 2015 sind rund 1,7 Millionen Liter Gülle von einem Bauernhof in Halver (Märksicher Kreis) in die Neyetalsperre gelangt. Um solche Unfälle künftig zu vermeiden, begann der Oberbergische Kreis im Herbst 2015 in Kooperation mit dem Rheinisch Bergischen Kreis damit, ein Güllekataster zu erstellen. Darin wurden unter anderem die Standortkriterien und die Größe der einzelnen Güllelagerstätten erfasst
Nach der schriftlichen Ersterfassung und Risikobewertung begann jetzt die örtliche Kontrolle der ersten 32 landwirtschaftlichen Betriebe. Sie befinden sich in Wasserschutzgebieten oberbergischer Trinkwassertalsperren und in der Nähe zu Gewässern. Im nächsten Schritt werden alle landwirtschaftlichen Betriebe in den Zuständigkeitsbereichen der beiden Kreise erfasst und regelmäßig kontrolliert. Die Abkehr von der anlassbezogenen hin zur regelmäßigen Überwachung landwirtschaftlicher Betriebe ist ein auf Dauer angelegter Prozess, wie Rolf Bruchhaus vom Umweltamt des Oberbergischen Kreises bei einem Ortstermin in Hückeswagen berichtet. Gemeinsam mit Kollegin Anke Schmitz nahm er den Hof von Milchbauer Michael Hochstein unter die Lupe.