Pressemitteilung
Veröffentlichungsdatum: 2009-07-30
30.07.2009: Nach Auflösung der Versorgungsämter: Sozialministerium lobt Kreisverwaltung Seit Auflösung der Versorgungsämter im Januar 2008 erledigt der Oberbergische Kreis - wie alle 54 Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen - die Aufgaben des...
Aufgaben des Schwerbehindertenrechts werden professionell erledigt
Oberbergischer Kreis. Seit Auflösung der Versorgungsämter im Januar 2008 erledigen die 54 Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen die Aufgaben des Schwerbehindertenrechts. Für den Oberbergischen Kreis bedeutete das, neun neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die 40.000 Akten im Gepäck hatten, zu übernehmen. Günter Wierling vom Sozialministerium NRW schaute jetzt in Gummersbach vorbei, um sich vor Ort über die Arbeit im Amt für Soziale Angelegenheiten zu informieren.
Das Sozialministerium in Düsseldorf und die Bezirksregierung in Münster haben die Überleitung von der ehemals staatlichen Aufgabe auf die Kommunen von Beginn an begleitet. „Der Oberbergische Kreis nimmt die Aufgaben des Schwerbehindertenrechts mit hoher Professionalität und bemerkenswertem Engagement sehr bürgernah wahr.“ Dies ist das Fazit eines Auswertungsgespräches, in dem Günter Wierling vom Sozialministerium jetzt die im Landesvergleich überdurchschnittlich guten und bürgerfreundlichen Bearbeitungszeiten hervorhob.
Für die im Jahr 2008 eingegangenen 2892 Erstanträge und 3431 Änderungsanträge benötigte das Amt für Soziale Angelegenheiten eine durchschnittliche Bearbeitungszeit von rund 2,9 Monaten, die damit weit unter dem Landesdurchschnitt lag.
Im Oberbergischen Kreis gibt es rund 23.000 Menschen mit einem Grad der Behinderung von 50 und höher. Das sind acht Prozent der Bevölkerung. Insgesamt leben in Nordrhein-Westfalen zehn Prozent Menschen mit Behinderung ab einem Behinderungsgrad von 50 Prozent.
Während die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Anträge für Schwerbehinderten-Ausweise bearbeiten, im Versorgungsamt Köln weit weg von den Betroffenen waren, bringen diese jetzt oft persönlich ihre Anträge im Kreishaus in Gummersbach vorbei. „Die Leute rufen vormittags an und kommen mittags vorbei. Über mangelnden Publikumsverkehr können wir uns nicht beschweren“, berichtet Sachgebietsleiter Dieter Meyer. Die Antragsteller würden sich freuen, dass sie jetzt Ansprechpartner vor Ort vorfänden.