Rufen zum Mitmachen auf (v.l.): Uwe Stranz, Michael von Rekowski, Peter Koester, Michael Berka, Katarina Matesic, Landrat Hagen Jobi, Mechthild Dörmbach und Birgit Steuer. (Foto: OBK)
Für die meisten Unternehmen ist eine schnelle Internetverbindung zu Kunden und Geschäftspartnern tägliche Notwendigkeit. Das Versenden und Empfangen großer Dateien per E-Mail ist nicht nur bequem, sondern spart Zeit und Kosten. „Die Versorgung mit Breitband ist ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft“, bekräftigten Katarina Matesic von der IHK und Birgit Steuer vom IT-Forum Oberberg.
Sein Leidensdruck sei so groß, dass er bereit sei, monatliche Gebühren bis zu 300 Euro zu zahlen, um für sein Unternehmen endlich eine schnelle Datenverbindung zu bekommen, berichtete Michael Berka, betroffener Unternehmer aus Nümbrecht.
„Auch Landwirte sind Unternehmer, die inzwischen umfangreiche Daten übers Internet versenden“, ergänzte Mechthild Dörmbach, Vorsitzende des Rheinischen Landfrauenverbandes, Kreisverband Oberberg. Rund 1000 landwirtschaftliche Betriebe gibt es im Oberbergischen Kreis, darunter 400 Haupterwerbsbetriebe. Tiermeldungen, Agrardieselanträge, landwirtschaftliche Betriebsmeldungen, Förderanträge, die Überarbeitung von Flächenverzeichnissen und vieles mehr laufen auch bei den Bauern nur noch über Internet. Ein leistungsfähiger Breitbandanschluss ist für eine moderne Betriebsführung im globalen Wettbewerb unerlässlich.
Auch in privaten Haushalten ist Internet nicht mehr wegzudenken. In Schule, Ausbildung und Studium wird eine umfangreiche Internetnutzung vorausgesetzt. Freiberufe, Telearbeitsplätze und junge Unternehmen lassen das zu Hause zum Arbeitsplatz werden. Auch hier ist die Verfügbarkeit einer schnellen Datenversorgung ein immer wichtigeres Argument bei der Entscheidung für oder gegen einen Wohnort. Deshalb werden die Bürger in den Modellkommunen Waldbröl und Wipperfürth eingebunden. Nach den ersten Erfahrungen mit den Modellkommunen soll die Befragung der Privathaushalte kreisweit ausgedehnt werden. Die Bürgermeister Michael von Rekowski (Wipperfürth) und Peter Koester (Waldbröl) bestätigen Versorgungslücken.