Oberbergischer Kreis. „Ich bin begeistert von der enormen Kreativität der Bewerber, die aus den unterschiedlichsten Berufssparten kommen“, sagte Landrat Hagen Jobi am heutigen Freitag, nach der Auswahl der Teilnehmer für den UNESCO-Kreativitätsworkshop, der im Mai im Oberbergischen Kreis stattfindet. Aus 27 Ländern waren rund 70 Bewerbungen eingegangen. Designer, Pädagogen und Sonderpädagogen, Architekten, Therapeuten und Psychologen zwischen 22 und 73 Jahren wollen in oberbergischen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung Spielmittel zur Förderung deren Fähigkeiten entwickeln.
„Es war unglaublich schwer, 20 Teilnehmer auszuwählen, da die Bewerber über hervorragende fachliche Qualifikationen und vielfältige Erfahrungen in der Herstellung von Spielmitteln verfügen“, berichtete der Landrat. Der 18-köpfige Beirat, darunter auch der Paralympics-Gewinner Rainer Schmidt, hatte sich den gesamten Freitag Zeit genommen, um die Unterlagen zu sichten und eine Auswahl zu treffen. Dabei achtete die Jury darauf, Bewerber aus den unterschiedlichsten Ländern zu berücksichtigen und aus allen Berufsgruppen Teilnehmer auszuwählen.
Die Wahl fiel auf acht Designer, zwei Grafiker, vier Architekten, zwei Sonderpädagogen, ein Kunstpädagoge, eine Psychologin, eine Physiotherapeutin und einen IT-Spezialisten. Die Teilnehmer, sechs Männer und 14 Frauen, sind zum Teil noch im Studium und kommen aus Armenien, Brasilien, Chile, Deutschland, Indien, Indonesien, Island, Israel, Italien, Mocambique, Nigeria, Russland, Thailand, Türkei, Uganda und USA. Eine Teilnehmerin kommt aus dem Oberbergischen Kreis.
Der UNESCO-Kreativitätsworkshop startet am 17. und 18. Mai mit einem öffentlichen Symposium in der Klinik für seelische Gesundheit Marienheide. Anschließend besuchen die 20 Teilnehmer Einrichtungen für junge und alte Menschen mit Förderbedarf im Kreisgebiet und werden dort mit den Kindern und Erwachsenen zwei Wochen lang Spielmittel entwickeln. „Ziel ist es, erfahrenen Fachleuten die Chance zu geben, aktiv für Menschen mit besonderem Förderbedarf tätig zu werden“, ergänzte Siegfried Zoels, Geschäftsführer des Vereins „Fördern durch Spielmittel“