Oberbergischer Kreis. „Gesucht – Gefunden, Alleinerziehende: Zuverlässige und engagierte Mitarbeiter/innen“ so heißt die Ausstellung, die bis zum 10. September im Kreishaus-Foyer in Gummersbach besucht werden kann. Zehn Beispiele allein erziehender Mütter und eines Vaters aus Oberberg zeigen, wie unterschiedlich Beruf und Familie gemeistert werden können.
Das Netzwerk Wiedereinstieg im Oberbergischen Bündnis für Familie, zu dem die ARGE Oberberg, die Agentur für Arbeit, die Fachhochschule Köln/Campus Gummersbach, die Gleichstellungsbeauftragte sowie die Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreises gehören haben das Thema der beruflichen Teilhabe von Alleinerziehenden zu ihren Schwerpunktthema gemacht, dazu Studien aus Sicht der Alleinerziehenden und aus Perspektive der Unternehmen erstellt und starten nun mit der Ausstellung eine Kampagne, um Unternehmen zu sensibilisieren und Alleinerziehenden Mut zu machen.
„Das Thema Vereinbarkeit von Beruf u nd Familie gewinnt gerade in Bezug auf Fachkräftegewinnung und Fachkräftebindung durch die demografische Entwicklung erheblich an Bedeutung. Dies ist die Chance der Frauen auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig Fuß zu fassen“, sagt Sozialdezernent Dr. Jorg Nürmberger.
„Wir haben das Thema der Beruflichen Eingliederung von Alleinerziehenden angepackt, weil es nicht sein kann, dass durch die Übernahme von Erziehungsverantwortung alleinerziehende Frauen im Arbeitslosengeld II Bezug landen und dort wegen der nachfolgenden Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg lange Zeit verharren müssen“, erklärt Rainer Drescher, Geschäftsführer der ARGE Oberberg.
„Man sieht an mir, was alles möglich ist“, sagt Petra Reichling in ihrem Porträt selbstbewusst und meint damit, dass allein erziehende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und deren Vorgesetzte voneinander profitieren, wenn sie sich mit Augenmaß und Engagement entgegenkommen.