Oberbergischer Kreis. Unter diesem Motto hatten Schülerinnen und Schüler des Biologiekurses der Stufe 11 des Städtischen Gymnasiums Moltkestraße eine ganz besondere Unterrichtsstunde.
Schulleiterin Christine Stell-Schleef hatte das Angebot des Bildungsbüros Oberberg und des Gesundheitsamtes angenommen, ein Messgerät zur Prüfung der Raumluftqualität in ihrer Schule auszuprobieren. „Ich finde es wichtig, dass die Schüler nicht nur theoretische Ansätze erfahren, sondern auch praktisch im Unterricht einen Zugang zum Thema finden“, so die Direktorin.
Eine ganze Versuchsreihe zeigte den Einfluss von Sauerstoff und Kohlendioxid auf die Atemluft. Einatmen aus einer Kunststofftüte oder Verdampfen von Wasser auf Trockeneis weckten das Interesse der Schüler. Bei einem weiteren Versuch wurde ein Glasgefäß, welches den Klassenraum darstellte, über eine brennende Kerze gestülpt. Die Schülerinnen und Schüler konnten mit dem zur Verfügung gestellten Gerät den Verlauf der CO2-Konzentration unter der Glaskuppe ermitteln und die Effizienz des Lüftens nach den wichtigsten Lüftungsregeln nachweisen. „Jeder von uns kennt den Effekt“, so erläutert der Referendar Kolja Asbahr, „ man kommt nach der Arbeit nach Hause und hat ein leichtes Schwindelgefühl oder Kopfschmerzen. Oft ist hier der fehlende Sauerstoff in der Raumluft der Grund.“
Kinder und Jugendliche verbringen einen großen Teil des Tages in Schulen. Die Qualität der Innenraumluft hat nicht nur einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften, sondern auch auf deren Leistungsfähigkeit.
Als Indikator für die Luftqualität in Innenräumen von Schulen dient Kohlendioxid (CO2). Hohe CO2-Gehalte in der Raumluft führen zu Müdigkeit, mangelnder Konzentration, Kopfschmerzen und sind ein eindeutiger Hinweis auf unzureichendes Lüften.