Der Begriff und die Aufmachung der "Legal-Highs" soll gezielt verharmlosen
"Bei häufigem und starkem Konsum steigt außerdem das Risiko für Krankheiten bei denen Organe geschädigt werden, wie z.B. Krebs und Leberzirrhose", sagt Dr. Hellmut Mahler. Der Toxikologe warnt vor diesen "Legal-Highs" - so der Sammelbegriff für neue psychoaktiv wirksame Produkte, die von der Drogen-Gesetzgebung meist noch nicht erfasst sind. Der Name "Legal- Highs" suggeriere den Konsumenten, dass es sich um legale Rauschmittel handelt. "Sie werden als zweckentfremdete Produkte angeboten, z.B. als 'Badesalze', 'Düngerpillen' oder 'Kräutermischungen'. Die Produkte erscheinen harmlos, enthalten jedoch psychoaktive oder ähnlich wirkende chemische Wirkstoffe, die auf den Verpackungen nicht ausgewiesen werden", warnt der Drogenexperte. Durch Aufmachung und Vermarktung werde fälschlicherweise der Eindruck erweckt, es handele sich um professionelle Produkte, die kontrollierte Inhaltsstoffe enthalten, sagt Dr. Hellmut Mahler.
Heutiger Cannabiskonsum nicht mehr mit früheren Zeiten vergleichbar
Die Wissenschaft hat inzwischen neurochemische Beziehungen zwischen Cannabiskonsum und einer späteren Heroinabhängigkeit festgestellt. Dr. Mahler machte aber auch deutlich, dass sich der Konsum von Cannabisprodukten im Vergleich zu früher, extrem verändert hat. Neben Züchtungen von Cannabispflanzen, die erheblich mehr THC enthalten, werden die Wirkstoffe oftmals extrahiert, um noch höhere Konzentrationen und einen schnelleren Kick zu erzielen, dessen Geschwindigkeit und Ausmaß nicht mit dem von früher vergleichbar ist..
Aber nicht nur der Konsum birgt Gefahren. Bei der oftmals in Wohnungen betriebenen Produktion von Cannabisextrakten wird zum Teil lebensgefährlich mit brennbaren und explosiven Gasen hantiert.
Nach den umfassenden informationen über die enormen Gefahren und Entwicklungen, die mit diesen neuen Drogen-Trends verbunden sind, fühlten sich die Teilnehmenden in ihren Anstrengungen bestätigt, das Netzwerk zur Suchtprävention im Oberbergischen weiter zu stärken.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Oberbergischen Kreises auf www.obk.de in der Rubrik Gesundheit.