Dieses Ziel verfolgen in der Initiative auch die Kassenärztliche Vereinigung, die Reha-Kliniken im Kreis, der Oberbergische Kreis mit dem Gesundheitsamt und dem Rettungsdienst sowie die AOK Rheinland-Hamburg mit der Regionaldirektion Oberberg – Rhein-Berg - Leverkusen. „Die Krankheit erkennen und dann schnell auf einer spezialisierten Schlaganfall-Station, einer Stroke Unit, versorgt werden: darauf kommt es an“, betont der stellvertretende AOK-Regionaldirektor Ralf Laflör. „Es ist sehr wichtig, dass wir so vielen Menschen wie möglich die Frühwarnzeichen eines Schlaganfalls bekannt machen“, unterstrich auch der Chefarzt der Neurologie am MediClin Reha-Zentrum Reichshof, Dr. Jürgen Bonnert. „Wir behandeln rund 800 Patienten im Jahr, die mit den Folgeschäden zu kämpfen haben.“ Er behandle Risikofaktoren wie Diabetes und Bluthochdruck weiter und vermittle seinen Patienten einen gesunden Lebensstil, um weitere Erkrankungen zu verhindern.
Und wenn es dann doch passiere, könne man sich von einem Schlaganfall mit professioneller Hilfe und dem eigenen Willen auch wieder erholen, machte Ina Albowitz Betroffenen Mut. Die Kreistagsabgeordnete hatte selbst einen Schlaganfall erlitten. Unterstützung bieten auch die Schlaganfall-Selbsthilfe-Gruppe Wiehl an und die Schlaganfallhelfer, die in der Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht ausgebildet werden.
Um Risikofaktoren wie Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht zu erkennen und mit den richtigen Mitteln zu verhindern, waren viele Besucherinnen und Besucher zum Schlaganfall-Infobus gekommen. Apothekerinnen, Diabetesberater, Mediziner und die Ernährungsberatung der AOK gaben viele hilfreiche Tipps. Im Minutentakt demonstrierten die Experten anhand eines Ultraschalls die Blutversorgung des Gehirns durch die Halsgefäße, boten Blutzuckertest, Blutdruckmessungen und BMI-Berechnungen an. „Die Wiehler Bevölkerung nimmt das Aufklärungsangebot sehr gut an“, freute sich Bürgermeister Stücker über das große Interesse.