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Pressemitteilung

Veröffentlichungsdatum: 2020-09-10

„Wenn Pflege zum Thema wird …“ Senioren- und Pflegeberatung war zusammen mit den Hückeswagener Helferlein auf dem Wochenmarkt in Hückeswagen und mit Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe auf dem Markt in Hülsenbusch.

Oberbergischer Kreis. Auch und gerade in der Corona-Zeit brennen den Marktbesuchern in Hückeswagen viele Fragen unter den Nägeln: Wie geht das jetzt eigentlich, wenn wir einen höheren Pflegegrad beantragen? Was ist, wenn ich mit meinem pflegebedürftigen Ehemann in Urlaub fahren will? Wie ist das eigentlich mit den 125 € Entlastungsleistung?

Mit Maske und Abstand stehen Diana Hintemann, Senioren- und Pflegeberaterin der Stadt Hückeswagen und Christine Prinz, die Koordinatorin der Senioren- und Pflegeberatung für den Oberbergischen Kreis, zwischen Bäckerwagen und Gemüse an ihrem Infostand Rede und Antwort. Wenn Pflege zum Thema wird, kommt es für die Familien schnell zu einer großen Belastung und es ergeben sich viele Fragen. „Wichtig ist uns, dass unser Beratungsangebot den Betroffenen bekannt ist und sie nicht erst zur Beratung kommen, wenn sie mit den Kräften am Ende sind“, so Christine Prinz. „Je früher die Menschen sich mit dem Thema befassen, desto besser können wir Unterstützungen initiieren und dabei helfen, möglichst lange und eigenständig in den eigenen vier Wänden klar zu kommen.“

Schnell kommen die Marktbesucher ins Erzählen. „Das erleben wir auch immer wieder, wenn unsere ehrenamtlichen Helfer in die Haushalte kommen“ lächelt Margareta Coenen, die vom „Weitblick“-Büro im Rathaus aus die Hückeswagener Helferlein koordiniert. „Wir haben mittlerweile rund fünfzig Helferlein, die schnell, unkompliziert und kostenlos helfen. Sie begleiten z.B bei Behördengängen oder zum Friedhof, Helfen beim Einkauf und kennen sich auch mit Handy und Tablet aus.“ Einkaufen und Hilfe bei der Technik wurde in den letzten Wochen besonders nachgefragt.

Für eine ausführliche Beratung vereinbart Diana Hintemann einen Termin im Rathaus. „Vieles können wir telefonisch besprechen und regeln, aber wenn ein persönliches Gespräch erforderlich ist, mache ich das mittlerweile wieder im Büro. Ich komme auch zu den Ratsuchenden nach Hause. Das geht zum Beispiel gar nicht anders, wenn eine Beratung zum barrierefreien Umbau gefragt ist,“ erklärt Diana Hintemann. Die Beratungsstelle im Rathaus Hückeswagen ist unter Telefon 02192 88-250 oder per E-Mail an diana.hintemann@hueckeswagen.de zu erreichen. Persönliche Vorsprache nur mit Terminvereinbarung. Die Kontakte der weiteren Beratungsstellen der oberbergischen Städte und Gemeinden finden sich im Internet unter www.obk.de/pflege.

Außerdem war auch Petra Dahm am Infostand, die auch für „Weitblick“ aktiv ist und mit weiteren Mitstreiterinnen den Trauertreffpunkt „Lebenscafé“ leitet. Hier finden Trauernde eine geschützte Atmosphäre, in der sie mit all ihren Fragen, Zweifeln und Gefühlen willkommen sind. Die Treffen finden jeden zweiten Mittwoch im Monat, von 17:00 bis 18:30 Uhr, in der Orangerie des Wohnwerks, Peterstraße 44, statt. „Auch wir hatten eine Corona-Zwangspause und sind froh, dass unsere Treffen jetzt wieder anlaufen“, so Petra Dahm. Den Kontakt zu „Helferlein“ und „Lebenscafé“ gibt es telefonisch unter Telefon 0178 5853887 oder via E-Mail hueckeswagen@weitblick-obk.de.

 

 

Auch der gemeinsame Infostand des Oberbergischen Kreises, der Stadt Gummersbach und dem Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe des Paritätischen war den ganzen Vormittag Anlaufpunkt für die Hülsenbuscher Marktbesucher. Bei der Senioren- und Pflegeberatung kann es von der Vorsorgevollmacht über hauswirtschaftliche Hilfen bis hin zur Suche eines Kurzzeit- oder Dauerpflegeplatzes um alles gehen, was älteren Menschen und deren Angehörigen unter den Nägeln brennt.„Das passt ja, dass ich Sie hier treffe! Ich benötige einen Pflegegrad nach einer schweren Krebs-Geschichte. Wie geht das denn jetzt in Corona-Zeiten?“ Diese und viele andere Fragen können Corrina Sells und Jana Steiniger von der Senioren- und Pflegeberatung aus dem Rathaus Gummersbach direkt beantworten. Für eine umfassende Beratung wird ein Termin im Rathaus gemacht. Ist dies den Ratsuchenden nicht möglich, kann die Beratung auch bei den Hilfesuchenden daheim stattfinden. „Auch in der jetztigen Zeit machen wir Termine vor Ort, natürlich unter Berücksichtigung der Corona-Schutzregeln“, so Jana Steiniger. Es kann aber auch ein Beratungstermin unter den Tel. 02261-87 1548 oder den Durchwahlen -1547 und -2547 im Rathaus der Stadt Gummersbach vereinbart werden.

Neu ist in Hülsenbusch der Gesprächskreis für pflegende Angehörige, der ab Oktober jeden 2. Mittwoch im Monat von 18:30 bis 20:00 Uhr in der Tagespflege im Ärztehaus Hülsenbusch stattfindet. Die Pflege eines Angehörigen ist eine große Verantwortung, die freiwillig übernommen wird. Dies führt nicht selten zu emotionalen, manchmal auch körperlichen Reaktionen bei den Pflegenden. „Durch den Austausch mit anderen und Teilen gemeinsamer Erfahrungen, können Pflegende wieder neue Kraft tanken und Entlastung im Pflegealltag finden“, berichtet Dorit Knabe vom Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe. „In einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre können sie auch einmal über sich sprechen, über Sorgen und Gefühle, aber auch über die schönen und dankbaren Momente einer Pflege. Gruppen in anderen Orten im Oberbergischen können via E-Mail pflegeselbsthilfe-obk@paritaet-nrw.org oder unter Telefon 0172 5643468 erfragt werden.

Jedermann möchte fit bleiben und selbständig klarkommen. Das sagt auch so mancher Hülsenbuscher im Gespräch. „Aber je früher die Menschen sich mit dem Thema Vorsorge und Pflege befassen, desto besser können wir Unterstützungen initiieren und dabei helfen, möglichst lange und eigenständig in den eigenen vier Wänden klar zu kommen;“ erklärt Christine Prinz. Das Angebot der Senioren- und Pflegeberatung ist kostenfrei und trägerunabhängig. Beratungsstellen gibt es in jeder Kommune des Oberbergischen Kreises, Adressen und Telefonnummern finden sich genauso wie die nächsten Termine des Infostandes „…wenn Pflege zum Thema wird …“ auf der Internetseite des Oberbergischen Kreises unter www.obk.de.

Sofern Fotos zum Download bereitgestellt werden, liegen sämtliche Nutzungsrechte (vgl. §§ 31 ff. UrhG) gemäß § 43 UrhG beim Oberbergischen Kreis. Für die Berichterstattung wird den Medien ein einfaches Nutzungsrecht nach § 31 Abs. 2 UrhG eingeräumt. Bei Veröffentlichung ist das in der Pressemitteilung angegebene Bildrecht zu nennen (entspricht IPTC-Feld Nr. 110). Die zusätzliche Nennung einer natürlichen Person als Urheber gemäß § 13 Satz 2 UrhG entfällt, da diese Regelung in Anwendung des § 43 UrhG zurücktritt.