Infektionsgeschehen in Radevormwald (Stand der Informationen: Abend des 23.04.2021):
Das Infektionsgeschehen in Radevormwald ist insgesamt hoch. Aktuell gibt es Ausbruchsgeschehen in zwei Unternehmen und in zwei Pflegeeinrichtungen. Ein Ausbruchsgeschehen umfasst mehr als zwei zusammenhängende SARS-CoV-2-Fälle innerhalb einer Einrichtung.
Wie bereits gestern berichtet, sind aktuell in der Pflegeeinrichtung „Haus Thiele“ in Radevormwald 17 Bewohner*innen und sieben Mitarbeiter*innen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Festgestellt wurden die Infektionen im Rahmen des einrichtungsbezogenen Testkonzepts, bei dem Antigen-Schnelltests (POC) eingesetzt werden. Anschließend durchgeführte PCR-Tests bestätigten die Infektionen.
Zwölf der 17 betroffenen Bewohner*innen und fünf der sieben betroffenen Mitarbeiter*innen haben bereits Corona-Schutzimpfungen erhalten (erste und zweite Impfung). „Die geimpften Personen, die positiv getestet worden sind, haben aktuell einen milden Erkrankungsverlauf. Sie zeigen leichte oder gar keine Symptome. Im Moment sieht es so aus, als hätten die Schutzimpfungen Wirkung gezeigt und den Effekt erzielt, vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen“, berichtet Kaija Elvermann, Leiterin des Gesundheitsamtes des Oberbergischen Kreises. Dass trotz der Impfungen Infektionen nachgewiesen worden seien, zeige aber auch, dass Hygienekonzepte und damit einhergehende Testkonzepte weiterhin sinnvoll seien.
Bei allen positiv getesteten Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen wurde die britische Virusmutante B.1.1.7 durch eine Typisierung nachgewiesen. Diese Virusvariante gilt im Vergleich zum Wildtyp des Virus als ansteckender. Die Proben wurden für eine zusätzliche Genom-Sequenzierung an die Virologie der Uniklinik Köln versandt. Hierdurch können weitere Details der Virusvariante abgeklärt werden.
Das Gesundheitsamt führte eine Hygienekontrolle in der Einrichtung durch. Die näheren Umstände des Ausbruchsgeschehens werden weiterhin ermittelt. Das Gesundheitsamt hat dazu auch Kontakt mit dem Landeszentrum Gesundheit aufgenommen. „Eine abschließende Bewertung zu den Ursachen des Ausbruchsgeschehens ist derzeit noch nicht möglich“, sagt Kaija Elvermann.
Die Versorgung der Bewohner*innen ist sichergestellt. Alle weiteren Maßnahmen trifft das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises in enger Abstimmung mit der Einrichtung und der Stadt Radevormwald. Die näheren Umstände werden ermittelt.
Im Seniorenwohnzentrum Radevormwald sind aktuell ein/e Bewohner*in und ein/e Mitarbeiter*in der Einrichtung mittels PCR-Test positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Die Ergebnisse weiterer Tests stehen noch aus. Auch hier ist die Versorgung der Bewohner*innen sichergestellt. Die näheren Umstände werden ermittelt.
Hinweis zu den Impfungen in den oberbergischen Pflegeeinrichtungen: Die Erst- und Zweitimpfungen in den Pflegeeinrichtungen durch die mobilen Teams der Kassenärztlichen Vereinigung sind grundsätzlich abgeschlossen. Es werden noch einzelne Impfungen von Personen durchgeführt, die z.B. neu in die Einrichtung gezogen sind oder neu dort eingestellt worden sind. Die Corona-Schutzimpfung ist freiwillig.