Pressemitteilung
Veröffentlichungsdatum: 2021-09-22
Gesundheitsamt informiert: Impfung und COVID-19-Infektion im Juli und August 2021 Der weit überwiegende Teil der positiv getesteten Personen im Juli und August 2021 war nicht geimpft.
Oberbergischer Keis. Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises erfasste den individuellen Impfstatus der im Juli und August 2021 mittels PCR-Test positiv getesteten Personen (laborbestätigte Fälle). Mehr als 70 Prozent der positiv getesteten Personen waren in beiden Monaten nicht gegen COVID-19 geimpft. 20,81 Prozent (Juli 2021) bzw. sechs Prozent (August 2021) hatten erst die erste Impfdosis erhalten und somit noch keinen vollständigen Impfschutz aufgebaut. 8,12 Prozent (Juli 2021) bzw. 15 Prozent (August 2021) waren bereits zwei Mal geimpft und hatten den vollständigen Impfschutz.
„In Fällen, bei denen vollständig geimpfte Personen positiv getestet werden, spricht man bei Symptomen zwar von einem Impfdurchbruch*. Das bedeutet aber nicht, dass die Impfung nicht wirken würde. Die Impfung schützt in erster Linie vor einem schwerwiegenden Krankheitsverlauf. Vollständig geimpfte Personen, die positiv getestet werden, haben in der Regel keine oder nur milde Symptome. Außerdem haben Sie in der Regel eine geringe Viruslast und sind entsprechend weniger ansteckend“, erklärt Kaija Elvermann, Leitung des Gesundheitsamtes des Oberbergischen Kreises.
Wie bereits berichtet, wurden im ersten Halbjahr 2021 im Oberbergischen Kreis nur zwei Prozent der vollständig geimpften Personen, die mittels PCR-Test positiv getestet wurden, im Krankenhaus behandelt. Dabei ist der Nachweis des Coronavirus nicht immer der Behandlungsgrund gewesen, sondern teilweise nur eine Zufallsdiagnose bei Testung vor Aufnahme.
Dass der Anteil der trotz Impfung positiv getesteten Personen insgesamt zunimmt, ist laut Kaija Elvermann durch die steigende statistische Wahrscheinlichkeit begründbar: „Die Anzahl der vollständig geimpften Personen nimmt zu. Gleichzeitig nimmt auch der Anteil der Personen zu, die trotz Impfung positiv getestet werden.“ Die Amtsärztin weist darauf hin, dass sich auch geimpfte Personen weiter an die empfohlenen Schutzmaßnahmen (Alltagsmasken, Hygieneregeln, Abstandhalten, Lüften) halten sollten: „Die Impfung bietet einen guten Schutz. Dennoch sollten wir insbesondere aufgrund der ansteckenderen und derzeit dominierenden Delta-Variante weiter vorsichtig sein.“
* Ein wahrscheinlicher „Impfdurchbruch“ ist wissenschaftlich definiert als: "Symptomatische Erkrankung an SARS-CoV2 trotz abgeschlossener Immunisierung mit einem zugelassenen Impfstoff, durch Diagnosestellung mittels PCR oder Erregerisolation." (Robert Koch-Institut, Wochenbericht vom 12.08.21).