Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der im September und Oktober 2021 stationär behandelten 73 Oberbergerinnen und Oberberger waren nicht geimpft. 40 Prozent hatten eine vollständige Corona-Schutzimpfung, zwei Prozent hatten bereits die dritte Impfung erhalten. Bei sieben Prozent der behandelten Personen liegt keine Angabe zum Impfstatus vor.
„Die Patientinnen und Patienten wurden größtenteils nicht aufgrund der Covid-19-Erkrankung hospitalisiert. Sie wurden z. B. bereits wegen einer anderen Erkrankung dort behandelt und dann positiv getestet“, berichtet die Leiterin des Gesundheitsamtes. Schwere Erkrankungsverläufe könnten in der Regel bei immunkompetenten Personen durch die Impfung verhindert werden: „Die Erfahrungen der zurückliegenden Wochen zeigen, dass die intensivpflichtigen und beatmeten COVID-Patientinnen und -Patienten in der Regel nicht geimpft waren.“
Impfangebot im Oberbergischen Kreis
„Die Ausbreitungschancen für das Virus sind wieder größer geworden. Durch die wenigen Einschränkungen, die es derzeit noch gibt, haben wir alle viel mehr Kontakte, als es im vergangenen Winter noch der Fall war. Besonders jetzt müssen wir vorsichtig sein. Die bekannten Hygienemaßnahmen sollten nicht vernachlässigt werden. Weiterhin gilt: Maske tragen, Abstand halten, Hygiene beachten und Lüften. Die Impfung ist ein wichtiger Baustein neben anderen, um sich vor einer Ansteckung zu schützen“, rät Kaija Elvermann sich gegen COVID-19 impfen zu lassen.
Wer sich impfen lassen möchte, kann das z. B. im Impfmobil des Oberbergischen Kreises. Der umfunktionierte Krankentransportwagen steuert die oberbergischen Städte und Gemeinden an und bietet die Corona-Schutzimpfung ohne Termin an. Auf www.obk.de/impfmobil sind die nächsten Stopps und weitere Details zum Impfangebot ab 12 Jahren zu finden.
Nach der Schließung des Impfzentrums zum 01.10.2021 hat die Nachfrage nach dem mobilen Angebot stark zugenommen. Die bisher höchste Anzahl von Impfungen während eines Stopps wurde am 27.10.2021 vor der Schwalbe-Arena in Gummersbach durchgeführt. Das ursprünglich fünfstündige Zeitfenster musste aufgrund der hohen Nachfrage verlängert und spontan ein zweites medizinisches Team eingesetzt werden. Insgesamt wurden an diesem „Impftag“ 374 Impfungen verabreicht – davon 130 Erstimpfungen, 114 Zweitimpfungen, 26 Genesenenimpfungen und 104 Auffrischungsimpfungen nach der Impfung mit Johnson & Johnson und in Einzelfällen auch Drittimpfungen.