Dass die Anzahl der Personen steigt, die trotz vollständiger Impfung positiv getestet worden sind, lässt sich wie bereits mehrfach berichtet, auch mit der steigenden statistischen Wahrscheinlichkeit erklären (Juli 2021: knapp über 8 %, August 2021: 15 %, September 2021: 21 % und Oktober 2021: 32%). Die Anzahl der vollständig geimpften Personen wächst, gleichzeitig nimmt auch die Anzahl der Personen zu, die trotz Impfung positiv getestet werden. „Außerdem nimmt die Schutzwirkung der Impfung mit der Zeit ab. Durch die dritte Impfung, den sogenannten Booster, wird der Impfschutz wieder erhöht“, erklärt Kaija Elvermann, Leitung des oberbergischen Gesundheitsamtes, wie wichtig die Auffrischungsimpfung ist.
Die Leiterin des Gesundheitsamtes macht noch einmal deutlich, dass die Corona-Schutzimpfung zwar nicht hundertprozentig vor einer Ansteckung schützt, aber sehr wohl eine Wirkung hat: „Schwere Verläufe werden durch die Impfung in der Regel effektiv verhindert. Wir beobachten, dass vollständig geimpfte Personen bei einer Infektion meist nur leichte oder gar keine Symptome haben.“ Sie erklärt, dass auch geimpfte Personen nicht auf Hygienemaßnahmen verzichten sollten: „Die Maske ist und bleibt ein wichtiges Mittel, um den Schutz vor einer Ansteckung zu erhöhen und auch die Übertragung auf andere Personen zu verhindern.“ Die Virusausscheidung sei bei geimpfte Personen laut RKI kürzer als bei ungeimpften Personen. In welchem Maß die Impfung die Übertragung des Virus reduziert, könne derzeit aber noch nicht genau quantifiziert werden.
Impfstatus der hospitalisierten Personen
Nur 2,61 Prozent der laborbestätigten SARS-CoV-2-Fälle im Oberbergischen Kreis im Zeitraum November 2021 wurden im Krankenhaus behandelt. Insgesamt waren das 93 Personen. Das Durchschnittsalter lag bei 67 Jahren. Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises wertete den Impfstatus dieser hospitalisierten Personen aus. Die Anzahl der erfassten Personen ist sehr klein und der Betrachtungszeitraum kurz. Darüber hinaus wurden die Patientinnen und Patienten größtenteils nicht aufgrund der Covid-19-Erkrankung hospitalisiert. Sie wurden z. B. bereits wegen einer anderen Erkrankung dort behandelt und dann positiv getestet. „Unsere Auswertung darf folglich nicht mit einer wissenschaftlichen Studie gleichgesetzt werden“, ordnet Kaija Elvermann die Ergebnisse ein.