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Pressemitteilung

Veröffentlichungsdatum: 2025-07-04

Auf der Walz: Weit gereiste Wandergesellen legten Rast am Kreishaus ein Einer der vier Gesellen kehrt am Wochenende heim nach Nümbrecht-Marienberghausen

Oberbergischer Kreis. Für drei Wandergesellen war das Kreishaus in Gummersbach ein weiterer Zwischenstopp ihrer langen Reisen, doch für Max Florian Fischer etwas ganz Besonderes: nach dreieinhalb Jahren Wanderschaft ist der Handwerker wieder in seiner oberbergischen Heimat angekommen und wird am Wochenende nach Marienberghausen (Nümbrecht) zurückkehren.

Während seiner Walz hat der Dachdecker und Zimmermann viele Regionen und ferne Länder kennengelernt. Der Nümbrechter war nicht nur in Europa, wie beispielsweise in Lichtenstein, der Schweiz und in Rumänien tätig; seine Gesellenwanderung in traditioneller Handwerkskleidung, mit Bündel und Wanderstock, führte ihn bis nach San Francisco (USA) und zum Machu Picchu in Peru. Mit der Walz sind Max Florian Fischer und seine Gesellen einer Tradition gefolgt, die seit dem Mittelalter besteht und ursprünglich eine Voraussetzung war, um die Zulassung zur Meisterprüfung zu erhalten. Auf der Walz, die mindestens drei Jahre und einen Tag dauert, lernen die jungen Handwerker neue Arbeitspraktiken und fremde Orte kennen und sammeln Lebenserfahrung. Dabei dürfen sie sich nur zu Fuß oder per Anhalter fortbewegen. Mit den Gesellen Linus Manuel Lehmann (Brandenburg), Dominik Reuter (Nürnberg) und Leo Schmedes (Schleswig Holstein) ist Max Florian Fischer eine Wegstrecke bis zum Kreishaus gewandert, wo sie eine Stärkung und den begehrten Eintrag in ihre Reisebücher bekommen haben. Darin dokumentieren die Handwerker ihre Stationen auf der Walz, sammeln Briefe, Siegel und Unterschriften. Nach seiner Reisezeit, bei der er einen Bannkreis von 50 km um seinen Heimatort beachten musste, freut sich Max Florian Fischer jetzt wieder nach Hause zu kommen. Seine nächste Station ist die Meisterschule.

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