Der Kreistag hat das Konzept im Juni 2025 beschlossen und bereits einige Startermaßnahmen definiert, die kurzfristig umgesetzt werden sollen: Als erste Maßnahmen wird an einem Zukunftskonzept zur Fortführung von monti gearbeitet, während auch die Möglichkeit eines Modelles „ÖPNV-Taxi“ in einzelnen Kommunen geprüft wird. „Weiterhin geht es um die Optimierung und Sicherung von Verkehren für unsere Wirtschaftsbetriebe, gerade mit Blick auf die angespannte Lage bei der Straßeninfrastruktur und um eine noch bessere Zusammenarbeit im Kreis“, sagt Frank Herhaus, Kreisdezernent für Planung, Regionalentwicklung und Umwelt.
Starke Zusammenarbeit von Kreis und Kommunen
Ein besonderes Merkmal des Prozesses war die enge Einbindung der Kommunen, die in der Umsetzung weiter intensiviert werden soll. Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker unterstreicht die Bedeutung dieser Kooperation und verdeutlicht das Zusammenspiel der beiden Ebenen für die Umsetzung: „Das kreisweite Mobilitätkonzept hilft den Kommunen, ihre Planungen besser steuern zu können und so gemeinsam die Umsetzung vor Ort voranzubringen. So können wir effektiv Doppelstrukturen verhindern und gleichzeitig unsere kommunale Planungshoheit bewahren.“ Diese enge Abstimmung ist auch für die Umsetzung von zentraler Bedeutung: viele der geplanten Maßnahmen sollen direkt vor Ort in den Städten und Gemeinden wirken – ob durch den Ausbau sicherer Radwege, die Modernisierung von Haltestellen oder die Verbesserung der Mobilität für die Wirtschaft.
Eine gemeinsame Perspektive für die Mobilität von morgen
Im Stadtteilhaus Wiehl-Drabenderhöhe würdigten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereinen und sozialen Einrichtungen die geleistete Arbeit und warfen gemeinsam einen Blick in die Zukunft der Mobilität im Oberbergischen Kreis.
Auf einem Infomarkt konnten sich die Anwesenden über die geplanten Maßnahmen detailliert informieren und austauschen. Zudem gaben Kurzvorträge des Zukunftsnetz Mobilität NRW, der OVAG als regionalem Verkehrsunternehmen und der Radregion Rheinland wertvolle Impulse für die Umsetzung.
„Das Mobilitätskonzept ist kein Abschluss, sondern der Beginn einer neuen Phase“, betont Landrat Jochen Hagt. „Jetzt heißt es: Anpacken und gemeinsam die nächsten Schritte gehen. Wir haben die Chance, die Mobilität im Oberbergischen Kreis so zu gestalten, dass sie den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist und zugleich die Qualität des Wohn- und Wirtschaftsstandort für unsere Bürgerinnen und Bürger steigert.“
Das Integrierte Mobilitätskonzept für den Oberbergischen Kreis kann ab sofort auf der Projekthomepage www.mobigator.de/obk sowie auf der Internetseite des Oberbergischen Kreises www.obk.de/mobikon eingesehen werden.