Pressemitteilung
Veröffentlichungsdatum: 2025-10-06
Das Interkommunale Klimawandelanpassungskonzept Oberbergischer Kreis ist beschlossen Start in die Umsetzungsphase
Oberbergischer Kreis. Das Interkommunale Klimawandelanpassungskonzept Oberbergischer Kreis (KWAK) startet in die Umsetzungsphase. Das Konzept wurde seit 2023 in einem intensiven Dialogprozess mit den 13 Städten und Gemeinden des Oberbergischen Kreises erarbeitet. Daran waren außerdem zahlreiche weitere Akteure von zwei Fachbüros gemeinsam mit der Kreisverwaltung beteiligt.
Der Kreistag hat in seiner Sitzung am 2. Oktober 2025 das KWAK beschlossen. Das Konzept bildet die Grundlage für die notwendigen Anpassungen an die unabwendbaren Folgen des Klimawandels für das Kreisgebiet. „Starkregenereignisse und Hochwasser, Hitzephasen und geschwächte Wälder sind keine Einzelfälle mehr, sondern das Ergebnis eines sich verändernden Klimas, das unser Leben und unsere Region zunehmend beeinflusst. Die unabwendbaren Folgen des Klimawandels sind eine Herausforderung, an die wir uns anpassen müssen,“ sagt Kreisdirektor Klaus Grootens.
Klimawandelanpassung als Teil des Programms Klima – Umwelt – Natur – Oberberg
Klimaschutz, Umgang mit den Klimawandelfolgen, der Schutz und Erhalt von Lebensräumen sowie die Förderung und Erhalt der Artenvielfalt – diese vier Bausteine bilden das Programm Klima – Umwelt – Natur – Oberberg (KUNO). Der Oberbergische Kreis bündelt darunter seine vielfältigen Aktivitäten rund um die Themen Klima und Biodiversität.
„Damit wir strategisch und faktenbasiert handeln können, ist ein mit den relevanten Akteuren gemeinsam erarbeitetes Klimawandelanpassungskonzept notwendig. Deshalb gehen wir voran und haben als einer der ersten Kreise in NRW dieses Konzept erstellt,“ sagt Frank Herhaus, Dezernent für Planung, Regionalentwicklung und Umwelt. „Damit haben wir eine Grundlage geschaffen, die es auch den Städten und Gemeinden unter anderem ermöglicht, notwendige Fördermittel zu beantragen.“
Im Konzept stellt den aktuellen Sachstand zum Klimawandel im Oberbergischen Kreis und die zu erwartenden Veränderungen bis zum Ende des Jahrhunderts für die Region dar. Darin zeigt sich, dass die Durchschnittstemperatur im Oberbergischen Kreis, in den letzten 60 Jahren, bereits um rund 1,7 Grad Celsius gestiegen ist. Und sei steigt voraussichtlich bis zum Ende des Jahrhunderts weiter an.
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima des Landes Nordrhein-Westfalen stuft den aktuellen weltweiten Trend, der einen Anstieg von weiteren rund 3 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 vorhersagt, als wahrscheinlich ein. Folglich werden Hitzetage und Hitzeperioden zunehmen, Frosttage im Winter werden dagegen deutlich seltener. Auch die Niederschlagsmuster werden sich verändern. „Die Wissenschaftler gehen derzeit davon aus, dass sich die Niederschläge im Jahresmittel kaum verändern werden, aber unsere Sommer werden tendenziell trockener und die Winter nasser“, fasst Frank Herhaus zusammen.