"Igelhäuser sollten an einem ruhigen, schattigen und trockenen Ort im Garten stehen, am besten unter Hecken oder Sträuchern.", empfiehlt Sarah Noll. Die Behausung sollte möglichst trocken, mit der Öffnung an der wetterabgewandten Seite stehen und auch einen guten Zugang bieten. Als Material um den Innenraum zu befüllen, eignet sich Laub oder auch Stroh (ohne Grannen). "Die Häuser müssen damit auch nicht komplett befüllt werden. Das Material in der Nähe zur Verfügung zu stellen reicht. Die Igel ziehen es sich dann selbst ins Nest."
Sarah Noll hat vor wenigen Tagen zwei Schützlinge, die in ihrem Garten überwintert haben, in die Freiheit entlassen. "Jetzt hoffe ich, dass die Igel von lauernden Gefahren wie Mährobotern, Plastikabfall und Chemikalien verschont bleiben", wünscht sich die Tierschützerin.
Weitere Information zum Igel-Schutz und Tipps für einen igelfreundlichen Garten erhalten Interessierte bei der Biologischen Station Oberberg unter www.biostationoberberg.de, im nachfolgen verlinkten Flyer und auch bei Sarah Noll per E-Mail an igelhilfe@nabu-oberberg.de.
Oberbergischer Wettbewerb zu igelfreundlichen Gärten
Teilnehmen können alle Privatpersonen im Oberbergischen Kreis im Zeitraum von Juni bis August 2026.
Die Bewerbung erfolgt per E-Mail an oberberg@bs-bl.de
Betreff: „Wettbewerb Igelgarten – [Name/Ortsteil]“
Einzureichen sind:
- Mindestens ein Foto (max. 6 Fotos) des Gartens bzw. der igelfreundlichen Maßnahmen
- Eine kurze Beschreibung: Welche Maßnahmen wurden bzw. werden umgesetzt und warum ist der Garten igelfreundlich?
- Adresse des Gartens (für die Vor-Ort-Besuche der besten zehn Gärten)
- Telefonnummer des teilnehmenden Gartenbesitzers
Alle weiteren Informationen zum Wettbewerb – zum Beispiel, wofür es Punkte gibt und welche Teilnahmebedingungen gelten finden Teilnehmende auf den Internetseiten der Biologischen Station Oberberg in der Rubrik "Projekte".
Jury, Vor-Ort-Besuche und Auszeichnung
Eine Fachjury sichtet alle Einsendungen und wählt daraus die zehn besten Gärten aus. Diese werden im September besucht und bewertet. Die ersten drei Plätze werden mit Prämien ausgezeichnet:
1. Platz: Zwei Fledermauskästen
2. Platz: Zwei Meisen-Nisthilfen
3. Platz: Eine Meisen-Nisthilfe
Die besten Gärten werden anschließend öffentlich vorgestellt!