Präventionsprojekt "Peer to Peer"
Häufig finden die Personengruppen, die am stärksten von Präventionsangeboten profitieren, nur schwer oder gar keinen Zugang zu den Angeboten ("allgemeines Präventionsdilemma"). Der Oberbergische Kreis möchte mit einem Peer-to-Peer-Ansatz (Multiplikatorenansatz) daher diejenigen Gruppen in den Fokus setzen und partizipativ in präventive Maßnahmen miteinbeziehen.
Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises führt mit Peer-to-Peer aktuell primärpräventive Projekte zu den Themen "Infektionsschutz in der Kita" sowie "Bewegung und gesunde Ernährung in der Kommune" durch.
Kontakt
Rabea Riesewieck
Moltkestr. 32
OG01, Raum: I.04
51643 Gummersbach
Sarah Katharina Leisner
Moltkestr. 32
OG01, Raum: I.04
51643 Gummersbach
Kübra Karagöz
Moltkestr. 32
OG01, Raum: I.05
51643 Gummersbach
Delia Koch
Moltkestr. 32
OG01, Raum: I.05
51643 Gummersbach
Infektionsschutz mit Peer to Peer in oberbergischen KiTa
Ein Präventionsprojekt zur Infektionshygiene in Kindertagesstätten im Oberbergischen Kreis.
Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises initiiert als erster Landkreis in Nordrhein-Westfalen ein innovatives Präventionsprojekt zur Infektionshygiene in Kindertagesstätten.
Ziel des Projekts ist es, die Resilienz der Kinder und der Einrichtungen gegenüber Keimen zu stärken und präventive Maßnahmen zur Infektionsvermeidung zu fördern.
Dabei werden verschiedene Maßnahmen und Aktivitäten umgesetzt, um die Hygienekompetenz der Kinder zu steigern und die Einrichtungen besser auf den Infektionsschutz vorzubereiten.
Projekt in den Kitas des Oberbergischen Kreises erfolgreich abgeschlossen
Ziel des Projekts war es, die Entstehung von Infektionsketten und damit Infektionsausbrüche von meldepflichtigen Erkrankungen in Kindertagesstätten frühzeitig zu unterbinden. Außerdem soll die Aufklärung über Impfschutz bei Kindern gefördert werden.
Im Rahmen des Projektes wurden Fachkräfte in den Kitas zu den Themen Infektionsschutz und motivierende Gesprächsführung geschult. Die Evaluation zeigt, dass die Maßnahmen nicht nur die Gesundheit der Kinder und des Personals förderten, sondern auch das Bewusstsein für Hygiene und Prävention in den Einrichtungen stärken.
Die Aktionstge waren ein zentrales Element des Projekts. Hier wurde den Kindern die Möglichkeit geboten, spielerisch mehr über Hygiene und Infektionsschutz zu lernen. Besonders beliebt war das Händewaschen, bei dem die Kinder mit einer UV-Lampe selbst überprüfen konnten, wie sauber ihre Hände waren. Der Erfolg des Gesundheits-Parkour bzw. anschließender Impf-Empfehlungen wird im Folgejahr durch die Schuleingangsuntersuchungen evaluiert und kann so in die Gesundheitsberichterstattung des Kreises einfließen. Darüber hinaus hat das Projekt die Kommunikation zwischen den Kindertageseinrichtungen und dem Gesundheitsamt verbessert. Der regelmäßige Austausch und die enge Zusammenarbeit ermöglichten eine effiziente Umsetzung wichtiger Informationen und Handlungsempfehlungen,
Aufgrund der positiven Resonanz wird das Projekt in diesem Jahr fortgesetzt und aus Eigenmitteln des Kreises finanziert.
Dank der finanziellen Unterstützung sowie fachlichen Beratung durch das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG.NRW) konnte dieses richtungsweisende Projekt ins Leben gerufen werden.
Der Förderzeitraum lief vom 01.09.2023 bis zum 31.03.2025.
Das Projekt nimmt Kindertagesstätten in ausgewählten Sozialräumen von
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Bergneustadt,
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Gummersbach,
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Radevormwald und
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Waldbröl
in den Fokus.
Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt.
Einbezogen werden die Einrichtungen und die Kinder.
Im Mittelpunkt stehen die vierjährigen Kinder in den Kindertagesstätten.
Häufig finden diejenigen Personen, die von den Präventionsmaßnahmen profitieren sollen, keinen Zugang zu den Angeboten. Vor Beginn des Projekts wurden deshalb Vertrauenspersonen bzw. Multiplikatoren aus den Kindertagesstätten zum Thema Infektionsschutz geschult.
Diese "Peers" fungieren als Brückenpersonen zwischen Projektkoordinatoren, Einrichtungen und Familien. Sie vermitteln Gesundheitsinformationen glaubwürdig und zielgerichtet. Die mitwirkenden Peers können Bedürfnisse auf Augenhöhe ermitteln, sodass die Gesundheitsangebote an die Nachfrage angepasst werden können.
Aktionstage in den ausgewählten Kindertagesstätten sind zentrale Veranstaltungen des Projekts. Sie fördern spielerisch und interaktiv Gesundheitskompetenzen bei den Kindern.
Dabei bewegen die Kinder sich von Station zu Station durch den eigens für die Aktionstage entwickelten Parcours und sammeln dabei Stempel.
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Richtig Hände waschen.
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Ausmalen eines Bildes.
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Sprechen und Kommunikation.
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Bewegung und Motorik.
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Impfpass vorzeigen.
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Untersuchungsheft vorzeigen.
Begleitet werden die Kinder von monsterhaften Maskottchen, die ihre eigenen Superkräfte gegen krankmachende Erreger haben.
Am Ende wird das Engagement der Kinder mit der Verleihung eines "Monsterdiploms" belohnt. Die Kinder erhalten zudem ihre eigene Info-Tasche mit Materialien und einem ärztlichen Empfehlungsschreiben für die Eltern sowie ein Pixie-Buch, einen Impfkalender und ein Ausmalbild.
Der Kinder- und Jugendärztliche Dienst sowie Infektionsschutz des Gesundheitsamts begleiten das Projekt.
Neben den spielerischen Formaten für die Kinder gibt es auch individuelle ärztliche Beratungen und Informationsangebote für die Kindertagesstätten zu Themen wie Infektionserkrankungen, Impfprävention und Ausbruchsmanagement.
Die KiTa können zudem auf Materialien der Initiative "Hygienetipps-Fuer-Kids.de" des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit am Universitätsklinikum Bonn zurückgreifen.
Es wird erwartet, dass das Projekt durch die präventiven Maßnahmen langfristig zu einer Reduktion der Infektionszahlen in den Kindertagesstätten beiträgt. Darüber hinaus sind wichtige Ziele:
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Vertrauensaufbau:
Stärkung des Vertrauens vor Ort durch die Mitwirkung von „Peers“.
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Selbstwirksamkeit:
Förderung der Selbstwirksamkeit bei Familien und Kitas.
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Gesundheitskompetenz:
Verbesserung der Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu suchen, zu verstehen und umzusetzen.
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Kommunikationsstrukturen:
Optimierung der Kommunikationswege zwischen Kitas und Projektkoordinatoren.
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Unterstützung im Alltag:
Hilfe für Kitas im täglichen Umgang mit Infektionskrankheiten.
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Resilienzförderung:
Entwicklung der Widerstandsfähigkeit in Kitas.
Die anonymisierten Ergebnisse des Projekts werden nach Einverständnis der Eltern ausgewertet. Ab 2025 erfolgt ein umfassendes Monitoring durch die Schuleingangsuntersuchungen der dann 5-jährigen Vorschulkinder.
Die Erfahrungen der zurückliegenden Jahrzehnte zeigen, dass Veränderungen in der Prävention und im Infektionsschutz erst mit zeitlichem Verzug messbar werden und Ausdauer erfordern.
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Präsentation zur Projektvorstellung.
Kontakt
Kübra Karagöz
Moltkestr. 32
OG01, Raum: I.05
51643 Gummersbach
Peer to Peer bewegt das Quartier. Gesundes Aufwachsen in Bergneustadt.
Ein Präventionsprojekt mit Fokus auf die Bewegungsförderung und Ernährung in der Kommune.
Durch das Projekt sollen auf kommunaler Verwaltungsebene und Quartiersebene gesundheitsförderliche Strukturen geschaffen werden, die das gesunde kindliche Aufwachsen stärken und die gesundheitliche Chancengleichheit von Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 10 Jahren fördern. Der Fokus liegt hierbei im Themenfeld Bewegungsförderung und Ernährung. Das Projekt wird vom Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises geleitet sowie koordiniert und modellhaft in Sozialräumen in der kreisangehörigen Stadt Bergneustadt umgesetzt.
Förderung und Kooperation
Das Präventionsprojekt wird von den Krankenkassen/ Krankenkassenverbände des Landes Nordrhein-Westfalen nach § 20a SGB V im Rahmen ihrer Aufgaben zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten gefördert.
Dank dieser finanziellen Unterstützung und der fachlichen Begleitung durch die Kooperationsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit NRW konnte dieses richtungsweisende Projekt zum kommunalen Strukturaufbau ins Leben gerufen werden.
Der Förderzeitraum läuft von März 2024 bis Februar 2027.
Ein besonderer Dank gilt zudem der Stadt Bergneustadt, mit der zur Durchführung des Projekts eine Kooperation geschlossen wurde.
Da der gesundheitsförderliche Strukturaufbau neben den Angeboten und Maßnahmen vor Ort im Fokus steht, ist der Ausbau der kommunalen Zusammenarbeit ein wichtiges Element des Projekts. Gesundheit und das gesunde Aufwachsen von Kindern wird durch eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren beeinflusst, sodass Gesundheitsförderung immer als Querschnittsaufgabe verstanden werden muss. Neben dem eigenen Verhalten wird die Gesundheit z.B. auch durch das eigene Netzwerk, Arbeitsbedingungen, finanzielle Lage, Wohnverhältnisse und das Wohnquartier sowie die Kommunalpolitik beeinflusst.
Aufgrund dessen wurde eine übergeordnete Steuerungsgruppe mit den Leitungen unterschiedlicher Fachämter eingerichtet, die strategische Entscheidungen auf kommunaler Ebene diskutieren und treffen kann.
Neben diesem lenkenden Gremium arbeitet zudem eine Projektarbeitsgruppe eher an der Basis und wird gebildet durch Akteure, die in Bergneustadt tätig sind sowie den Peers, die in Bergneustadt leben. Auf diese Weise gilt es eine möglichst gesunde Lebenswelt für Kinder aufzubauen.
Das Projekt richtet sich an Familien mit Kindern im Altern von 0-10 Jahren in ausgewählten Sozialräumen von Bergneustadt.
Häufig finden diejenigen Personen, die von den Präventionsmaßnahmen profitieren sollen, keinen Zugang zu den Angeboten (Präventionsdilemma). Im Laufe des Projekts werden daher Vertrauenspersonen bzw. Multiplikatoren als sogenannte „Peers“ benannte und geschult. Diese Peers fungieren als Brückenpersonen zwischen der Projektkoordinatorin, Einrichtungen und Familien. Sie vermitteln Gesundheitsinformationen und -angebote glaubwürdig und zielgerichtet. Die mitwirkenden Peers können Bedürfnisse auf Augenhöhe ermitteln, sodass die Gesundheitsangebote an die Nachfrage angepasst werden können.
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Förderung des gesunden Aufwachsens
Durch offene Sport- und Bewegungsangebote + Angebote zur Vermittlung von Ernährungs- und Gesundheitswissen für und mit Bergneustädtern („Peer to Peer“)
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Umsetzung bedarfsgerechter Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Stärkung des Vertrauens vor Ort
Durch Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Vertrauenspersonen, Einrichtungen und Ämtern vor Ort
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Schaffung & Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen vor Ort
Durch weitere Verzahnung von Angeboten und Netzwerkstrukturen + Ausbau von Kooperationen (Stärkung der kommunalen Zusammenarbeit)
Bei Interesse an der Mitarbeit im Projekt, als Einrichtung oder Privatperson, melden Sie sich gerne unter den u.g. Kontaktdaten. Wir freuen uns auf Sie!
Kontakt
Kübra Karagöz
Moltkestr. 32
OG01, Raum: I.05
51643 Gummersbach
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