Untersuchung der Badegewässer
Die Badegewässer im Oberbergischen Kreis werden alle vier Wochen nach den Kriterien der EU-Badegewässerrichtlinie und der Badegewässerverordnung NRW untersucht. Das Gesundheitsamt bewertet die jeweilige Probe und stellt fest, ob es Beanstandungen gibt oder nicht. Wenn es Beanstandungen gibt, entscheidet das Amt ob und welchem Maße weitere Maßnahmen erforderlich sind.
Neben, für das menschliche Auge unsichtbaren, mikrobiologischen Parametern, spielen bei der Bewertung auch sichtbare Hygienefaktoren wie Algenwachstum oder Wasserverfärbungen und die Sichttiefe eine Rolle bei der Überprüfung durch das Gesundheitsamt.
Mikrobiologische Parameter
Escherichia Coli (E.coli)
-
Darmkeim, der von Tieren und Menschen ausgeschieden wird
-
Leicht nachzuweisen
-
Eindeutiger Indikator für fäkale Verunreinigungen
Bei Nachweis:
Annahme gerechtfertigt, dass mit Fäkalien auch Krankheitserreger ins Wasser gelangt sind.
Enterokokken
-
Kommen im Darm von Menschen und Tieren vor
-
Vermehren sich nicht im Wasser
-
Im Vergleich zu E. coli und Coliformen Keimen widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse - höhere Persistenz (Dauerhaftigkeit) -
Bei Nachweis:
Hinweis auf länger zurückliegende Belastung fäkaler Art
EU-Badegewässer
Die Europäische Umweltagentur (EUA) und die Europäische Kommission (EK) veröffentlichen jährlich einen Bericht über die Qualität der Badegewässer in Europa. Der Bericht bewertet die Badewasserqualitäten der jeweils vorangegangen Badesaison. Die Bewertung umfasst Analysen von an über 21 000 Küsten- und Binnenbadeorten entnommenen Wasserproben.
Im Oberbergischen Kreis sind die Aggertal-, Brucher-, Bever- und Lingesetalsperre als EU-Badegewässer eingestuft und für das Baden freigegeben. Während der Badesaison von Mitte Mai bis Mitte September entnimmt und bewertet das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises hier Wasserproben. Die Ergebnisse fließen in den Bericht der EUA und EK ein.
copyright: OBK