Pressemitteilung
Veröffentlichungsdatum: 2013-02-28
Verwaltungsmitarbeitende informieren sich über Umgang mit Demenzkranken Das Amt für Soziale Angelegenheiten des Oberbergischen Kreises hat Beschäftigte in Verwaltungen über den Umgang mit Demenzkranken informiert, unterstützt durch das Demenz-Service-Zentrum...
Oberbergischer Kreis. Der altersverwirrte 82-Jährige soll seinen Führerschein abgeben. Ein 92-jähriger passionierter Jäger, der an Alzheimer erkrankt ist, will seinen Jagdschein verlängern lassen - zwei Bürger, die zur steigenden Zahl demenzkranker Menschen gehören.
Im Oberbergischen Kreis leben etwa 5000 Betroffene - im Jahre 2050 wird sich die Zahl der Demenzkranken mehr als verdreifacht haben
Auch im Oberbergischen sehen sich immer mehr Menschen in Alltag und Berufsleben mit der Alterskrankheit "Demenz" überfordert. Der Sozialamtsleiter des Oberbergischen Kreises, Joachim Steinhilb, spricht von rund 5000 Demenzkranken, die im Oberbergischen bekannt sind - die Dunkelziffer ist weitaus höher und die Zahl steigt stetig an. Joachim Steinhilb sagt, das Thema beschäftigt in zunehmenden Maße auch Mitarbeitende in Behörden. Wie schwierig es ist, mit Demenzkranken richtig umzugehen, erfahren Beschäftigte in Verwaltungen, etwa bei Einsätzen vor Ort und im Büro, bedingt durch den Publikumsverkehr.
Das Sozialamt des Oberbergischen Kreises hat, in Kooperation mit dem Demenz-Service-Zentrum Bergisches Land in Remscheid, darauf reagiert und bietet nunmehr entsprechende Informationsveranstaltungen für besondere Zielgruppen an, wie Polizei, Ordnungsbehörden und weitere Dienstleister. Die Leiterin des Demenz-Service-Zentrums, die Diplom-Psychologin Monika Wilhelmi, beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Demenzkranken. Mit ihrer Kollegin Susanne Bäcker hat sie einen Vortrag entwickelt, der die Krankheit und den Umgang mit altersverwirrten Menschen näher umschreibt. Sie verdeutlicht, wie Demenzkranke ihre Umwelt wahrnehmen und warum sie unserer Logik nicht mehr folgen können.