Pressemitteilung
Veröffentlichungsdatum: 2020-10-21
Coronavirus: Infektionsgeschehen nimmt weiter zu Es sind 30 laborbestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Kreisgebiet hinzugekommen. Derzeit sind 179 Personen aus dem Oberbergischen Kreis positiv auf SARS-CoV-2 getestet.
Oberbergischer Kreis. Die Zahl der SARS-CoV-2-Infektionen im Oberbergischen Kreis ist in den vergangenen Tagen stark gestiegen. Allein seit gestern sind 30 neue laborbestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Oberbergischen Kreis hinzugekommen. Die Umgebungsuntersuchungen im Rahmen der Kontaktpersonen-Ermittlung sind umfangreich. "Es gibt viele einzelne Infektionsherde. Betroffen sind die unterschiedlichsten Bereiche unserer Gesellschaft", berichtet Kaija Elvermann, Leitung des Gesundheitsamtes. Nach wie vor gebe es laborbestätigte Fälle mit Bezug zu Schulen, Kindertagesstätten und weiteren Gemeinschaftseinrichtungen: "Insbesondere im privaten und beruflichen Umfeld beobachten wir vermehrt Ansteckungen. Die Infektionsketten reichen auch in den Freizeitbereich und Vereinssport."
Vor dem Hintergrund der steigenden Fallzahlen appelliert Kreisdirektor Klaus Grootens weiterhin an die Eigenverantwortung der Oberbergerinnen und Oberberger: "Wir müssen jetzt alle besonders vorsichtig sein. Es gilt Kontakte nach Möglichkeit zu reduzieren und abzuwägen, welche Treffen wirklich stattfinden müssen."
Die 7-Tage-Inzidenz für das Kreigebiet liegt aktuell bei 47 (21.10.2020, 00:00 Uhr). Die Coronaschutzverordnung NRW gibt ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 und 50 regionale Regelungen an das Infektionsgeschehen vor (siehe § 15a, Absatz 2). Die 7-Tage-Inzidenz ist die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner/innen innerhalb der vergangenen sieben Tage. Weil der Schwellenwert von 35 am Montag (19.10.2020) überschritten wurde, stellte der Oberbergische Kreis bereits mit einer Allgemeinverfügung die Gefährdungsstufe 1. In der Allgemeinverfügung sind die Regelungen für das Kreisgebiet festgelegt. Sollte die 7-Tage-Inzidenz in den nächsten Tagen auch den Schwellwert von 50 überschreiten, wird der Oberbergische Kreis mit einer weiteren Allgemeinverfügung die Gefährdungsstufe 2 feststellen und weitere Regelungen für das Kreisgebiet festlegen.