Pressemitteilung
Veröffentlichungsdatum: 2021-08-12
Kreis appelliert an Bürgerinnen und Bürger Corona-Schutzmaßnahmen zu beachten "Zusammen gegen neue Corona-Infektionen"
Oberbergischer Kreis. Der Oberbergische Kreis appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, gemeinsam gegen die steigenden Corona-Infektionen vorzugehen. "Wir müssen uns selber schützen, dann schützen wir auch andere! Viele Bürgerinnen und Bürger im Oberbergischen Kreis haben 'die Ärmel hochgekrempelt' und sich impfen lassen, um der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus vorzubeugen. Auch wer achtsam im Kontakt mit anderen ist und nach wie vor die grundlegenden AHA-Regeln beachtet, trägt dazu bei, dem dynamischen Verlauf des Infektionsgeschehens entgegen zu wirken", sagt Landrat Jochen Hagt.
Sorgloserer Umgang mit den AHA-Regeln und mehr Kontakte im privaten Umfeld
Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises stellt bei der Auswertung der aktuellen Fallzahlen fest, dass es vermehrt wieder zu Ansteckungen im häuslichen Bereich kommt. "Fakt ist, dass die Menschen mittlerweile wieder mehr physische Kontakte haben und mobiler als noch zu Zeiten des Lockdowns sind. In Kombination mit der zwischenzeitlich stark verbreiteten und sehr ansteckenden Delta-Variante steigt das Infektionsrisiko daher grundsätzlich an. Hier reicht schon ein kurzer Kontakt auf einem Flur oder im Restaurant ohne Maske aus, umj sich zu infizieren. Wir beobachten zudem, dass sich wieder mehr Menschen im Oberbergischen Kreis bei Feiern oder Festivals infizieren. Dies spiegelt sich auch in der überdurchschnittlichen Betroffenheit der jünger Bevölkerungsgruppe im Oberbergischen Kreis wieder. Die wochenlang relativ geringen Fallzahlen scheinen sich dahingehend auszuwirken, dass die Bevölkerung in Teilen sorgloser geworden ist und die bewährten AHA-Regeln inzwischen leider weniger beachtet werden", sagt die Leiterin des Gesundheitsamtes Kaija Elvermann.
Aus den Teams der Fallbearbeitung und Kontaktnachverfolgung des Gesundheitsamtes wird in diesem Zusammenhang auf die stark gestiegene Zahl der Kontakte der positiv auf das Coronavirus Getesteten hingewiesen, die nach der langen Zeit der Einschränkungen nun wieder möglich sind und auch gelebt werden. Mit 42% der positiven Fälle macht dies den Löwenanteil der aktuellen Fälle aus. „Insbesondere bei den jungen Leuten sehen wir lange Kontaktlisten aus dem persönlichen Umfeld, dabei melden uns viele vermutlich auch gar nicht alle Zusammenkünfte", so Mitarbeitende aus der Kontaktermittlung.
Großer Anteil unklarer Infektionswege
Neben den bekannten Kontakten ist eine weitere Hauptsäule des Infektionsgeschehens mit 38% der positiven Fälle der unklare Infektionsweg.
Mit zuletzt gelisteten 16% der Infizierten, die sich im Zusammenhang mit einer Auslandsreise infizierte, ist auch – trotz umfangreicher vorgeschriebener Testungen bei Wiedereinreise nach Deutschland – ein nicht unerhebliches Risiko der Weiterverbreitung nach dem Urlaub im persönlichen Umfeld zu sehen. „Lloret de Mar ist das neue Ischgl“ wurde in diesem Zusammenhang mancherorts schon scherzhaft gesagt. Insbesondere Gruppenreisen Jugendlicher zu den Party- und Feiermeilen an den Mittelmeerküsten stehen hier im Fokus.
"Wir können das derzeitige Infektionsgeschehen nur eindämmen, wenn wir weiterhin verantwortungsvoll handeln und besondere Vorsicht im Kontakt mit Menschen beachten. Das gilt für den öffentlichen Raum wie in privaten Wohnräumen", sagt Kaija Elvermann.
Der Oberbergische Kreis rät zudem, sich gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen
Auch wenn die Zahl der an Corona Erkrankten, die im OBK in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen der Krankenhäuser liegen sehr niedrig ist, gilt es, wachsam zu bleiben, da auch Kinder und Jugendliche, die vorerst noch nicht geimpft sind, schwere Erkrankungsverläufe haben können und am „Long-Covid-Syndrom“ erkranken können. Hier ist die Solidarität der Gesamtbevölkerung gefordert, durch die Wahrnehmung des Impfangebotes diese Gruppe zu schützen.