KWAK
Beschluss und Umsetzung
Beschluss des Gesamtkonzeptes
Der Kreistag des Oberbergischen Kreises hat am 2. Oktober 2025 das Interkommunale Klimawandelanpassungskonzept Oberbergischer Kreis beschlossen.
Umsetzung Startermaßnahmen
Der Kreistag hat die folgenden drei Startermaßnahmen als erstes Umsetzungspaket beschlossen:
- Sensibilisierung und Beratung der Wirtschaft
- Fortbildungsreihe zu verschiedenen Themen der Klimawandelanpassung in der Stadtplanung
- Sensibilisierung und Aktivierung der Oberbergischen Bevölkerung
Am 15.01.2026 hat die Auftaktveranstaltung zur Umsetzung des Klimawandelanpassungskonzepts stattgefunden. Dabei sind auch die Ergebnisse des Konzepts der Öffentlichkeit vorgestellt worden.
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung Oberbergischer "Klimagipfel": Vielseitige Veranstaltung des Kreises stieß auf großes Interesse.
Inhalt
Im Rahmen des Konzeptes werden u. a. folgende Fragen betrachtet:
- Wie wirken sich zunehmende sommerliche Hitzeperioden auf die menschliche Gesundheit aus?
- Wie kann eine Trinkwasserversorgung in Trockenzeiten sichergestellt werden?
- Welche Auswirkungen haben extreme Wetterbedingungen auf unsere Landwirtschaft?
- Wie wirken sich die Klimaveränderungen auf die Biologische Vielfalt aus?
- Welche Auswirkungen werden Extrem-Wetterlagen bei Gewerbe- und Industriebetrieben auf Produktion und Vertrieb haben?
- Wie werden sich vermehrte Hitzetage auf die Arbeitsproduktivität auswirken?
- Welche Beiträge können durch die Stadtplanung geleistet werden?
- Welche Rolle kommt der Landschaftsplanung zu?
Handlungsfelder
Bei der Erstellung des Konzeptes werden 14 Handlungsfelder in sieben Clustern betrachtet. Diese werden Ihnen hier mit Themenbeispielen vorgestellt.
Menschliche Gesundheit
- Vulnerable Bevölkerungsgruppen und demographische Entwicklung
- Klimawandelbedingte Gesundheitsrisiken durch Hitze, Kälte, Wetterextreme
Katastrophenschutz
- Schäden durch Extremwetterereignisse
- Ausrüstung der „Blaulichtorganisationen“ (Feuerwehr, THW, DLRG, Rettungsdienst etc.)
Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz
- Trinkwasserversorgung und -qualität
- Hochwasserschutz: Umgang mit häufigeren und möglicherweise extremen Hochwässern
- Starkregen und Bodenerosion
Landwirtschaft
- Starkregen und Bodenerosion
- Risiken durch Dürre- und Hitzeperioden
Wald und Forstwirtschaft
- Widerstandsfähige Wälder
- Umgang mit Schadholz
- KWAK - Biologische VielfaltBiologische Vielfalt
- Bodenqualität von Lebensräumen, insbesondere Gewässer- und Feuchtlebensräume sowie Wald
Energiewirtschaft
- Sicherheit der Energieversorgung
- Einfluss der Klimaveränderungen auf die Potenziale erneuerbarer Energien
Verkehr und Verkehrsinfrastruktur
- Verkehrsmittel und Mobilitätsangebote
- Nachhaltigkeit beim Bau und Betrieb von Verkehrswegen
Industrie, Gewerbe und HandelIndustrie, Gewerbe und Handel
- Unternehmerisches Risikomanagement
- Risiken in den Lieferketten
Tourismus
- Entwicklung und gezielte Vermarktung von witterungsunabhängigen/klimawandelangepassten Angeboten
- Besucherlenkung
Landes- und Regionalplanung
- Auswirkungen der Klimaveränderungen auf Flächenbedarfe, Nutzungskonkurrenzen usw.
- Instrumente zur Umsetzung von Klimaanpassung in der (Raum-)Planung
Stadtentwicklung und kommunale Planung
- Fassadenbegrünung, Grünflächen
- Beschattung und Wasser im öffentlichen Raum
Bauen und Wohnen
- Klimaangepasstes, nachhaltiges Bauen: Bauplanung, Baukonstruktion, Architektur
- Anpassung im Gebäudebestand: Gebäudehülle, Gebäudetechnik, Begrünung
Vernetzung und Bildung im Themenfeld Klimaveränderungen
-
Sensibilisierung
-
Bildungsangebote
-
Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Ehrenamt
Erstellungsprozess
Die Klimawandelanpassung befasst sich mit den bereits eingetretenen und eintretenden Folgen der Klimaveränderungen, die nicht mehr abwendbar sind. Zwischen Anfang 2023 und Sommer 2025 hat der Oberbergische Kreis in einem partizipativen Prozess – in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Kommunen – ein umsetzungsorientiertes Konzept für die oben genannten 14 Handlungsfelder erstellen lassen.
Das Interkommunale Klimawandelanpassungskonzept Oberbergischer Kreis (KWAK) soll die Resilienz im Kontext der konkreten Herausforderungen und Gefahren stärken, Lösungsansätze und konkrete Maßnahmen liefern und so die Menschen im Oberbergischen Kreis in eine sicherere und nachhaltigere Zukunft führen.
Kommunale Kurzkonzepte
Die Ausgangslagen der Städte und Gemeinden im Oberbergischen Kreis sind zwar ähnlich, aber nicht gleich. Um den Besonderheiten der Kommunen und den Ausgangsbedingungen und Zielen gerecht zu werden, behandeln 13 Kommunale Kurzkonzepte die Situationen vor Ort. In ihnen werden Fokusmaßnahmen erarbeitet, die aus Sicht der jeweiligen Kommune besonders dringlich umgesetzt werden sollten.
Über die Kurzkonzepte beschließen die Städte und Gemeinden in eigener Zuständigkeit. Die Umsetzung der dort festgehaltenen Maßnahmen obliegt ebenfalls den Städten und Gemeinden des Oberbergischen Kreises.
Kontakt
Thomas Groos
copyright: Grafik: LANUK NRW, Datengrundlage: Deutscher Wetterdienst (DWD)